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So geht Digitalisierung

Meister 2017 So geht Digitalisierung

Elektrotechnikermeister Candy Kujat hat sein Unternehmen, die Gebäude- und Systemtechnik Potsdam, im Jahr 2013 gegründet. Der zertifizierte KNX-Partner macht sowohl Häuser als auch die Auftragsbearbeitung smart.

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Wissensdurstiger Meister

Elektrotechnikermeister Candy Kujat.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam.

Kunden, die das Licht in ihrem Haus steuern wollen – etwa über Bewegungs- und Helligkeitssensoren oder einfach intuitiv. Kunden, die die Bedienung von Fußbodenheizung oder Rollläden automatisieren und zentralisieren wollen. Kunden, die Hausgeräte und auch Kameras in ihrem Haus mit einem Computernetzwerk verbinden und von der Ferne aus steuern wollen. Und ja, es ist möglich, mit dem Postboten, der an der Tür klingelt, übers Tablet oder Smartphone zu kommunizieren, wenn man nicht daheim ist. Kujat: „Ich hatte auch schon die Anfrage eines Hausbesitzers, ob ich nicht eine Sprachsteuerung in das Haus einbauen kann.“ Kann er. Na, klar.

Kujat, der im Jahr 2013 sein Unternehmen gegründet hat, ist zertifizierter KNX-Partner. Das ist ein technischer Standard, der genau solche Anwendungen der Haus- und Gebäudesystemtechnik unterstützt. Der Terminkalender des Elektrotechnikermeisters, der noch einen Angestellten hat, ist gut gefüllt: Dort ein W-Lan-Netzwerk aufbauen. Da einen KNX-Umbau vorbereiten. Und dann noch die Visualisierung für ein KNX-System einbauen, damit alles bequem vom Tablet aus bedient werden kann. Immer häufiger wird Candy Kujat beauftragt, Aufladestationen für E-Autos zu installieren. „Da fließen beim Aufladen bis zu 32 Ampere oder sogar etwas mehr bei einem Tesla und 400 Volt“, sagt der Handwerksmeister. Dafür brauche man schon ein intelligentes System, damit es im Rest des Hauses nicht plötzlich dunkel wird.

Unternehmer Candy Kujat lebt „Wirtschaft 4.0“ vor

Über Wirtschaft 4.0 wird derzeit gern und viel geredet. Kujat lebt sie vor. Das fängt bei ihm schon mit der Auftragserfassung an. „Fast alle Anfragen kommen inzwischen per E-Mail rein“, erläutert er. Jeder neue Kunde wird im System angelegt – und an ihn geht eine Auftragsbestätigung per E-Mail raus. Ist es nur ein kleinerer Auftrag, kann Kujat die Daten sofort aufs IPad seines Mitarbeiters senden. Übers IPad des Handwerkers bestätigt der Kunde auch die geleistete Arbeit mit seiner Unterschrift. Die Daten gehen ins Büro und der Chef kann innerhalb kürzester Zeit die Rechnung per E-Mail versenden.

Einen Gruppenkalender, über den die Termine des Chefs und seines Mitarbeiters koordiniert werden, hat Kujat eingerichtet. Die „Gruppe“ soll sich im nächsten Jahr übrigens vergrößern. Der Handwerksmeister möchte gern noch zwei Leute einstellen. Die Auftragslage ist einfach gut. Aber: „Man muss sich klar machen, dass es nicht immer nur um bauen, bauen, bauen geht“, sagt er. Kujat plant regelmäßig Zeit für Weiterbildungen ein. Dafür nutzt er die Angebote der Elek-troinnung, von Herstellern, Großhändlern und externen Schulungsstätten, die Neuentwicklungen vorstellen. „Wer das nicht macht, kann nicht vorn mitspielen“, so Kujat.

Für seine unternehmerische Tätigkeit und auch sein soziales Engagement wurde Candy Kujat im vergangenen Jahr mit dem Gründerpreis im deutschen Elektro-Handwerk von der Peter und Luise Hager Stiftung ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Auszeichnung sind unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs, das Engagement bei der Mitarbeiterentwicklung und die modernen technischen Lösungen sowie Dienstleistungen im Arbeitsalltag.

Von Ute Sommer

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