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Kunststoff-Stammtisch in Neuruppin

Clusterwochen in Brandenburg: Das Cluster Kunststoffe und Chemie Kunststoff-Stammtisch in Neuruppin

Für die Region rund um Neuruppin ist das Cluster Kunststoffe und Chemie ein Schwerpunkt-Cluster mit überregionaler Ausstrahlung. Zahlreiche Branchenunternehmen mit starker Stellung auf den Weltmärkten sind hier zu Hause. Der regelmäßig stattfindende Kunststoff-Stammtisch, an dem auch das Clustermanagement und die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Inkom beteiligt sind, fördert den Dialog zwischen den Unternehmen.

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Georg Neubauer, Geschäftsführer von Rea Plastik Tech, ist heute Gastgeber beim fünften Kunststoff-Stammtisch

Quelle: Peter Geissler

Neuruppin. Fünf Meter hoch sind die Kunststoff-Siebkörbe für die Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken, die bei der REA Plastik Tech GmbH in Neuruppin entwickelt, gebaut und weltweit vertrieben werden – zu 90 Prozent für den Export. Weil solche Siebe durch Verstopfung bisher einen schnellen Verschleiß zeigten, haben die Neuruppiner ein Verfahren entwickelt und patentieren lassen, bei dem die Löcher konisch gefräst sind, so dass sie sich in Flussrichtung öffnen. So werden Verstopfungen der Anlagen vermieden.

Diese und andere Innovationen bekommen Besucher zu Gesicht, die zum mittlerweile fünften Kunststoff-Stammtisch erscheinen, der während der deutschlandweiten Clusterwoche am 26. April bei REA stattfindet. Das ist der Treffpunkt für die Kunststoffunternehmen in Nordwestbrandenburg. Rund 15 Branchenfirmen sind derzeit dabei, die meisten sind sehr stark auf den Export ausgerichtet. „Im täglichen Geschäft gibt es nur wenig Berührung untereinander“, sagt Georg Neubauer, Werksleiter von REA. Nichtsdestotrotz arbeite man an ähnlichen Themen und könne im Gespräch viel voneinander lernen.

Wirtschaftsförderung – Partner der Cluster

„Stärken stärken“ – das ist die Leitidee der Brandenburger Wirtschaftsförderpolitik. Das Land konzentriert sich auf neun starke Wachstumscluster, fünf davon gemeinsam mit Berlin. Ziel ist es, Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen, Wachstum und Innovation zu fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Unterstützt werden diese durch Clustermanagements. Die Managements von acht Clustern sind in der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) angesiedelt. Die WFBB unterstützt die Akteure in den Clustern von der Entwicklung der Masterpläne bis zur konkreten Vernetzung und Initiierung von Verbundprojekten.

Das Clustermanagement ist in der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) angesiedelt. www.wfbb.de


Kerstin Dohrmann ist Managerin für das Cluster Kunststoffe und Chemie

Telefon 0331 73061-225

kerstin.dohrmann@wfbb.de

Seit 2013 gibt es den Kunststoff-Stammtisch, der gemeinsam von der regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft Inkom Neuruppin GmbH (Inkom) und der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) organisiert wird. Kunststoffe und Chemie sind eines von insgesamt neun Cluster im Land Brandenburg. Ein Cluster umfasst die gesamte Branche sowie Wissenschaft, Forschung und weitere Partner. Ziel der Clusterpolitik des Landes ist eine intensive Vernetzung im Cluster und darüber hinaus. „Das stärkt die Innovationskraft, fördert Wachstum und erhöht die Standortattraktivität“, sagt Clustermanagerin Kerstin Dohrmann. Das Clustermanagement ist bei der WFBB angesiedelt. „Das Cluster Kunststoffe und Chemie ist in unserer Region besonders stark aufgestellt“, sagt Peter Wagner, Assistent der Geschäftsführung der Inkom. Für den Regionalen Wachstumskern handele es sich um ein Schwerpunkt-Cluster mit überregionaler Ausstrahlung. Zwischen den beiden Wirtschaftsfördergesellschaften gibt es ein enges Zusammenspiel bei der Betreuung der Clusterunternehmen, Fachkräftesicherung und auch bei Aktivitäten zu Unternehmensansiedlungen, betont Wagner

Der im halbjährlichen Rhythmus stattfindende Kunststoff-Stammtisch bietet viel Raum für Kontakte und Gespräche. Der Gastgeber stellt sein Unternehmen vor, gefolgt von kurzen Beiträgen durch Unternehmer und externe Referenten. Zum Abschluss gibt es eine Werksbesichtigung mit der Möglichkeit, sich danach beim get together in zwangloser Form auszutauschen. Zu den letzten Gastgebern des Kunststoff-Stammtisches gehörten die weltweit agierenden Unternehmen PAS Deutschland GmbH und ESE GmbH. Die PAS Deutschland GmbH, die am 28. April 2017 ihr 25-jähriges Firmenjubiläum begehen kann, ist ein führender Hersteller von Kunststoffblenden für Waschmaschinen. Die ESE GmbH ist international als Hersteller von Mülltonnen und Abfallsystemen bekannt.

Das Format des Unternehmer-Stammtisches hat sich aus Sicht der Beteiligten bewährt und wird weiter fortgesetzt. Der nächste Kunststoff-Stammtisch wird im Herbst beim Teilnehmer Kingspan Gefinex in Pritzwalk (Prignitz) stattfinden und damit erstmals außerhalb Neuruppins. Die Initiatoren möchten damit auch auf die enge Verflechtung der Wirtschaftsräume der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz hinweisen. Teilnehmer am Kunststoff-Stammtisch kamen auch aus dem Landkreis Oberhavel, so dass ein Abstecher in den östlichen Nachbarkreis möglich sein könnte. Ähnliche Veranstaltungen werden derzeitig in Neuruppin für die Cluster Metall und Ernährungswirtschaft vorbereitet. Um Synergieeffekte zwischen einzelnen Clustern zu nutzen, ist auch ein gemeinsamer Stammtisch für die Cluster Kunststoffe und Chemie sowie Metall denkbar, erklärt Peter Wagner von Inkom. Schließlich gibt es an vielen Punkten Überschneidungen. Kunststoffbetriebe arbeiten als Zulieferer für die Metallbranche und umgekehrt.

Aktuelle Neuansiedlungen seien ein Hinweis darauf, dass die Kunststoffkompetenz der Region um Neuruppin auch anderswo einen guten Ruf habe, sagt Wagner. Wenn namhafte Firmen bereits ansässig seien, spreche das Unternehmen auf Standortsuche an. Für eine Ansiedlung in der Fontanestadt spreche neben der günstigen Lage an der Autobahn A 24 zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg das Angebot an attraktiven Industrieflächen, verfügbare Fachkräfte sowie ein unternehmerfreundliches Wirtschaftsklima in der Region.

Von Ulrich Nettelstroth

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