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Smarte Prototypen und Orientierung

Clusterwoche in Brandenburg Smarte Prototypen und Orientierung

Hochschulen sind in die Prozesse der Digitalisierung in Brandenburg intensiv eingebunden. So sollen Regionen noch lebenswerter und Verbände bei der Begleitung von Unternehmen in die Datenwelt unterstützt werden.

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Bei Workshops vor Ort mit Vertretern von Initiativen und Verbänden wurden die Ideen für das „smarte“ Gransee abgestimmt.

Quelle: THB

Brandenburg/Havel. „Hingehen und Zuhören“ – dies ist das Motto von Jochen Scheeg bei der Umsetzung des Projekts „D.smartRegion“ der Technischen Hochschule Brandenburg (THB). Der Professor für Wirtschaftsinformatik und sein Team nutzen die Digitalisierung, um ländliche Regionen in Brandenburg technologisch fortschrittlicher, wirtschaftlich leistungsfähiger und vor allem noch lebenswerter zu machen.

Die Wissenschaftler führen Interviews und machen Beobachtungen vor Ort, organisieren Workshops, stimmen sich mit Initiativen und anderen Institutionen über die Umsetzung der Ideen ab und entwickeln mit ihnen Zielvorstellungen. Die münden in an der Hochschule entwickelte Prototypen, die in der Region getestet werden sollen.

Vor einem Jahr ist D.smartRegion mit Unterstützung des Clustermanagements der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) an der THB entstanden. Vier große Vorhaben wurden bislang angegangen – etwa das „smarte“ Gransee (Oberhavel). Die regionale Entwicklungsgesellschaft Regio-Nord mbH hatte zusammen mit dem örtlichen Unternehmerverband und Gewerbetreibenden eine Initiative gestartet mit dem Fokus auf regionale Produkte und individuelle Angebote, um die Lebensqualität aller Bewohner zu steigern und durch wachsende Nachfrage den örtlichen Einzelhandel auszubauen.

Das THB-Team hat dann in die im Sommer 2016 gestarteten Aktionen nicht nur den Einzelhandel eingebunden, sondern auch Anlaufstellen, die vielleicht mit möglichen Einkaufsgängen verbunden werden können, wie Ärzte, Dienstleister oder Behörden. Auch in der Region gern gefeierte Feste wurden berücksichtigt. „Es geht ja nicht nur um den Handel, viel wichtiger ist es, Termine insgesamt besser organisieren zu können“, so Scheeg.

Wirtschaftsförderung (WFBB) – Partner der Cluster

„Stärken stärken“ – das ist die Leitidee der Brandenburger Wirtschaftsförderpolitik. Das Land konzentriert sich auf neun starke Wachstumscluster, fünf davon gemeinsam mit Berlin. Ziel ist es Wirtschaft und Wissenschaft zu vernetzen, Wachstum und Innovation zu fördern und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Unterstützt werden diese durch Clustermanagements. Die Managements von acht Clustern sind in der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) angesiedelt. Die WFBB unterstützt die Akteure in den Clustern von der Entwicklung der Masterpläne bis zur konkreten Vernetzung und Initiierung von Verbundprojekten.

Das Clustermanagement ist in der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) angesiedelt.
www.wfbb.de

Clustermanager für das Cluster IKT, Medien und Kreativwirtschaft ist Till Meyer

Telefon: 0331 73061-269

E-Mail: till.meyer@wfbb.de

Auf dieser Basis wurden Ideen und Prototypen entwickelt. So entstand etwa der Vorschlag einer mit dem Kunden interagierenden per App organisierten Angebots-, Service- und Öffnungszeitenliste der Händler. Doch es soll nicht nur digitale Offerten geben, auch analoge Auskunftsmöglichkeiten etwa mit einem Infomobil oder Schaufenster-Plakaten werden angedacht. Finanziert wird das Projekt mit Landesmitteln der Europäischen Union zur Stärkung der Forschung an regionalen Wissenschaftseinrichtungen.

Dergleichen Angebote, Unterstützung mit Hilfe und bei der Digitalisierung zu schaffen, gibt es mittlerweile viele in Brandenburg. So sind zahlreiche Handwerksbetriebe sowie andere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei digitalen Techniken schon erheblich vorangekommen. Bei anderen gibt es noch offene Fragen, etwa wann der richtige Zeitpunkt für Digitalisierungsschritte ist und wo sie wichtig sind. Wie lässt sich das notwendige Know-how dafür bereitstellen und wie sieht es mit der Qualifizierung und Motivation der Beschäftigten für die Veränderungen aus.

Verbände, Kammern und Wirtschaftsförderungen werden von den Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung häufig um Begleitung gebeten. Diese Multiplikatoren müssen aber zum Teil selbst erst in die Lage versetzt werden, Digitalisierungs-Know-how adressatengerecht zu vermitteln. Auch die WFBB hilft den Unternehmen, Orientierung in Richtung Digitalisierung zu finden. Ein Partner dabei ist die vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte und finanzierte „Mittelstand 4.0 Agentur Kommunikation“, ein Konsortium mehrerer Hochschulen und Wirtschaftsförderungen in Deutschland unter Führung der in Potsdam gegründeten und mittlerweile in Berlin ansässigen Managementhochschule BSP Business School Berlin.

Das bundesweit tätige Konsortium hat mit Unterstützung des Clustermanagements der WFBB seinen Hauptsitz in der brandenburgischen Landeshauptstadt gefunden. Seit November 2015 ist die Mittelstand 4.0-Agentur in der „kommunikativen und psychologischen Gestaltung der digitalen Veränderung“ tätig, wie Konsortialleiter und BSP-Rektor Thomas Thiessen sagt. Es gehe darum, Wissen und Akzeptanz für die digitalen Veränderungen zu schaffen, so der Professor für Kommunikation und Medienmanagement. Dabei müssten „Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden gleichermaßen mitgenommen werden“.

Das bis Ende 2018 laufende Projekt wolle neben der Unterstützung von Multiplikatoren auch einzelne Firmen, die schon Fortschritte gemacht haben, motivieren, ihre Erfolge anderen zu vermitteln, so Thiessen. Neben der WFBB kooperieren aus Brandenburg schon Wirtschaftsförderungen verschiedener Städte wie Potsdam oder die dortige Industrie- und Handelskammer mit der Mittelstand 4.0-Agentur.

Von Gerald Dietz

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