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Brandenburg 1,2 Tonnen Elfenbein sichergestellt – Verdächtige in U-Haft
Brandenburg 1,2 Tonnen Elfenbein sichergestellt – Verdächtige in U-Haft
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15:13 06.09.2016
Mitte Mai sind am Flughafen Schönefeld mehr als 600 Kilogramm Elfenbein sichergestellt worden. Quelle: Zoll
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Potsdam

Am Flughafen Schönefeld (Dahme-Spreewald) und in der Stadt Koblenz (Rheinland-Pfalz) sind in den vergangenen Tagen insgesamt 1,2 Tonnen Elfenbein sichergestellt worden. Es ist der größte Elfenbeinfund in Deutschland und soll einen Marktwert von mehr als einer Million Euro haben. Das hat die Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag mitgeteilt. Sie führt das Verfahren gegen die zwei Verdächtigen, die seit dem 26. August in Untersuchungshaft sitzen.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war ein Fahndungserfolg am Flughafen Schönefeld. Hier sind am 20. Mai 625 Kilogramm Elfenbein als falsch deklariertes Frachtgut, sichergestellt worden. Die insgesamt 11 Kisten sollten nach Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, ausgeführt werden.

Auch diese Kiste ist im Mai am Flughafen Schönefeld sichergestellt worden. Quelle: Zoll

Die Ermittlungen nach den Auftraggebern führten schließlich nach Rheinland-Pfalz. Bei Koblenz stießen die Ermittler bei einer Durchsuchung am 25. August auf ein Lager, in dem sie weitere 570 Kilo Elfenbein sicherstellen konnten. Außerdem konnten dort zwei Verdächtige festgenommen werden. Sie waren gerade dabei, das Elfenbein zu verarbeiten.

Tatverdächtige sitzen bereits in U-Haft

Die Polizei stellte Stoßzähne und bereits verarbeitetes Elfenbein sicher. Außerdem wurden Schleifmaschinen, Fräsen, Drehmaschinen und Bohrer konfisziert.

Gegen die Tatverdächtigen, zwei Vietnamesen, ist am 26. August Haftbefehl erlassen worden. Ihnen drohen wegen des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz Haftstrafen zwischen 3 Monaten und 5 Jahren.

Weitere Einzelheiten wollen Ermittler noch bekanntgeben

Woher das Elfenbein stammt, ist noch unklar. Klar ist aber, dass es aufgrund der strengen Artenschutzbestimmungen nur illegal nach Deutschland eingeführt worden sein kann.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus und das Zollfahndungsamt informieren am Freitag, 9. September, in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin über weitere Einzelheiten.

Skrupelloses Abschlachten von Elefanten

Der Elfenbeinhandel ist seit 1989 im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens verboten, da skrupellos Elefanten für den teuren Rohstoff abgeschlachtet wurden. Lediglich zu wissenschaftlichen, nicht-kommerziellen Zwecken kann es Ausnahmen geben, doch die bedürfen einer Sondergenehmigung.

Der Handel mit Elfenbein gefährdet das Überleben der Elefanten. Seit 1980 hat sich die Zahl afrikanischer Elefanten auf heute um die 450.000 Elefanten reduziert. In Asien sind nur noch bis zu 40.000 Elefanten in freier Wildbahn zu finden, schreibt die IFAW auf ihrer Webseite. „Trotz des strengen Schutzstatus werden auch heute noch jährlich mindestens 20.000 Elefanten in Asien und Afrika wegen ihrer Stoßzähne getötet“, heißt es weiter. Auf dem illegalen Markt ist die Nachfrage hoch, horrende Beträge werden für das kostbare Elfenbein geboten, weshalb das Schmuggelgeschäft auch in der Europäischen Union boomt.

Von MAZonline

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