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1,2 Tonnen: Größter Elfenbeinfund Deutschlands

Vietnamesen mit illegaler Fracht verhaftet 1,2 Tonnen: Größter Elfenbeinfund Deutschlands

Es war ein Sensationsfund: Bereits im Mai stießen Zollfahnder auf dem Flughafen Schönefeld auf kostbare illegale Fracht. Bei einer Razzia fand man weitere Elefanten-Stoßzähne und zwei Verdächtige.

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Begehrte Schmuggelware: beschlagnahmte Elefantenstoßzähne bei einer Artenschutzkonferenz in Den Haag.

Quelle: Pro_Wildlife

Schönefeld. Den bislang größten Elfenbeinfund in Deutschland vermeldete die Staatsanwaltschaft Cottbus am Dienstag. Etwa 1,2 Tonnen im Marktwert von mehr als einer Million Euro stellten die Ermittler bei zwei Einsätzen sicher. Sie waren Teil eines bei der Cottbuser Behörde geführten Ermittlungsverfahrens gegen zwei Vietnamesen.

Bereits am 20. Mai 2016 sollten rund 625 Kilogramm Elfenbein als falsch deklariertes Frachtgut über den Flughafen Berlin-Schönefeld (Dahme-Spreewald) ins vietnamesische Hanoi ausgeführt werden. Die Schmuggelware war in elf Kisten verpackt. Beamte des Hauptzollamtes Potsdam stießen auf das Elfenbein bei der Frachtkontrolle und stellten es sicher.

Zwei Verdächtige bei Razzia festgenommen

Der Fund war Auslöser intensiver gemeinsamer Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Berlin/Brandenburg und der Staatsanwaltschaft Cottbus. Die Suche nach den Auftraggebern führte zu einem Industriegebäude in einem kleineren Ort bei Koblenz. Bei einer Razzia nahm man dort die beiden Vietnamesen fest. Sie waren bei der Verarbeitung von Elfenbein ertappt worden. Bei dem Zugriff konnten weitere 570 Kilo Elfenbein sichergestellt werden. Es handele sich zum Teil um Rohelfenbein in Form von Stoßzähnen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es wurden aber auch zahlreiche bearbeitete Stücke gefunden.

Bearbeitungsmaschinen beschlagnahmt

In dem Industriebau beschlagnahmten die Ermittler auch Verarbeitungstechnik wie elektrische Schleifmaschinen, Fräsen, Drehma-schinen und Bohrer.

Gegen die beiden Verdächtigen ist durch das Amtsgericht Cottbus am 26. August Haftbefehl erlassen worden. Sie sind des gewerbsmäßigen Handels mit Elfenbein verdächtig. Für solche Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz sind Strafen von 3 Monaten bis zu 5 Jahren pro Tat vorgesehen. Woher das Elfenbein stammt, das wegen der strengen Artenschutzbestimmungen nur illegal nach Deutschland eingeführt worden sein kann, ist Gegenstand der weiter laufenden Ermittlungen.

Am Freitag wollen Zoll und Staatsanwaltschaft weitere Details zum Fall bekannt geben.

Von Volkmar Klein

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