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1000 Demonstranten gegen Rassismus – 500 gegen Merkel

Berlin 1000 Demonstranten gegen Rassismus – 500 gegen Merkel

Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ist immer das beherrschende Thema: Erneut stehen sich am Samstag in Berlin rechte und linke Demonstranten gegenüber. Die Polizei hat beide Demonstrationen mit einem großen Aufgebot begleitet.

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Bewacht von einem großen Polizeiaufgebot demonstrierten rund 1000 Menschen gegen Rassismus.

Quelle: dpa

Berlin. Mehr als 1000 Menschen haben am Samstag gegen Rassismus und für Toleranz demonstriert. Anlass der Proteste war eine Kundgebung von rechtspopulistischen und rechtsextremen Teilnehmern unter dem Motto „Merkel muss weg“. Der Protest der etwa 500 rechten Demonstranten richtete sich gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung.

Die Demonstrationen verliefen weitgehend störungsfrei. Nur am Rande kam es zu kleineren Auseinandersetzungen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, gab es 27 vorläufige Festnahmen und 23 Anzeigen - vor allem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und Körperverletzungsdelikten. Insgesamt waren 800 Polizisten im Einsatz.

Rund 500 Menschen demonstrierten gegen die Politik von Merkel

Rund 500 Menschen demonstrierten gegen die Politik von Merkel.

Quelle: imago

Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und antifaschistischen Projekten hatte zu der Gegendemonstration aufgerufen. Die Teilnehmer protestierten lautstark mit Trillerpfeifen und Parolen gegen die Rechten. Auf Schildern war zu lesen: „Lieber solidarisch als solide arisch“, „Obergrenze für Idioten“ und „Solidarität statt Hetze“.

Die Anhänger der rechten Szene zogen vom Hauptbahnhof zum Alexanderplatz. Sie skandierten „Deutschland den Deutschen“, auf Plakaten war zu lesen: „Merkel muss weg“ oder „Asylbetrug macht uns arm“. Sowohl Pegida-Transparente als auch NPD- und Reichsflaggen als auch Deutschlandfahnen waren zu sehen. Im Bereich der Torstraße blockierten etwa 15 linke Aktivisten den Zug der Rechten, der daher etwas umgeleitet werden musste.

Am Alexanderplatz wurde der Zug von rund 200 pfeifenden Protestlern empfangen. Zum Schluss der Kundgebung sangen die rechten Demonstranten alle drei Strophen des Deutschlandliedes. In der Bundesrepublik wird nur die dritte Strophe gesungen, die erste ist wegen der starken Nutzung durch die Nazis geächtet.

Auf beiden Seiten waren deutlich mehr Teilnehmer erwartet worden. Die rechte Initiative „Wir für Berlin - Wir für Deutschland“ hatte 1000 Teilnehmer angemeldet. Die Gegendemonstranten hatten mit rund 3000 Teilnehmern gerechnet.

Von dpa

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