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Brandenburg 12 Schulen im Wettbewerb um bestes Digitalprojekt
Brandenburg 12 Schulen im Wettbewerb um bestes Digitalprojekt
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00:31 18.03.2018
Die Medien AG des Internationalen Gymnasiums auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus war auch schon bei "Brandenburg Aktuell" zu Gast. Quelle: Andrej Tschitschil
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Potsdam

Eine Schülerzeitschrift, die auch online erscheint, ein digitales Hausaufgabenhaft, eine Schulplaner-App und eine Soap für „Youtube“ – zwölf zum Teil recht ambitionierte digitale Projektideen haben Brandenburger Schülerinnen und Schülern und Schulen beim Ideenwettbewerb der Initiative „#Wir im Netz“ eingereicht. Bis zum 20. März kann über die tollsten Ideen abgestimmt werden – online natürlich.

Der vom brandenburgischen Bildungsministerium initiierte Wettbewerb soll die Digitalisierung an Schulen und die digitale Bildung vorantreiben. Dabei orientiert sich das Land an den Grundsätzen der Kultusministerkonferenz (KMK). Schüler sollen lernen, wie sie wichtige Informationen und Daten im Netz finden, verarbeiten und aufbewahren können. Sie sollen aber auch selbst eigene Ideen produzieren und präsentieren und dies alles in einem geschützten Rahmen tun. Eine Spielwiese dafür sind eigene Projekte. Zwölf Schulen haben Vorschläge eingereicht. Bildungsministerin Britta Ernst freut sich über die Resonanz. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt und mit viel Aufwand und Herzblut Videos und anderen Projekte gestaltet“, sagt sie.

Viel Herzblut für die „Youtube“-Soap

Von Herzblut kann man tatsächlich sprechen. Mehrere Seiten zählt das Drehbuch allein für die erste Folge der Youtube-Klamotte „Vista La Hasta“, die sich Schüler des Evangelischen Gymnasiums Hermannswerder in Potsdam ausgedacht haben. Man kann darüber streiten, wie komisch es wirklich ist, wenn eine junge Frau namens Julia mit einer Donald-Trump-Maske auf dem Gesicht nachts den von ihr begehrten Romeo in den Räumen eines Internats nachstellt, Mühen haben die vier Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung ihrer Webseite jedenfalls nicht gescheut.

Den Interessenten wird mittels Galerie und Projektbesprechung Einblick in die Produktionsbedingungen gewährt. Noch ist das Filmprojekt ein Traum. „Wir möchten so bald wie möglich mit der Serie in Produktion gehen“, sagen die Autorinnen und der technische Produzent. Immerhin hätten ja schon Kameraden ihr Mitwirken zugesagt.

Medien AG in Nauen macht schon seit Jahren Clips

Weiter sind die Schülerinnen und Schüler des Leonarda da Vinci Campus Nauen (Havelland). Das bunte „Youtube“-Video über „Schöner Leben ohne Nazis“ kann man bereits aufrufen. Erstellt hat es die Medien AG der Schule, der man schon einige Erfahrung beim Interviewen, Inszenieren, Filmen und Schneiden ansieht. Seit drei Jahren machen die rund zwölf Schülerinnen und Schüler der 9. bis 12. Klasse mit ihren iPhones solche Clips. „Wir versuchen eigene Formate zu entwickeln“, sagt der Leiter der Gruppe, der Lehrer und frühere freie Hörfunkjournalist Andrej Tschitschil.

Tschitschil ist der Überzeugung, dass Medienpädagogik am besten funktioniert, wenn junge Leute mit einem festen Ziel zusammen an einem Projekt arbeiten. „Zur digitalen Bildung gehört für mich, dass sich die jungen Menschen mit den neuen technischen Mitteln organisieren, aber auch Inhalte selbstständig formulieren und präsentieren.“ Dazu bräuchten die Schulen Infrastruktur. „Für mich gehört dazu ein Tonstudio und ein Schnittprogramm“, so Tschitschil. Der Nauener Campus sei zwar recht gut ausgestattet, aber es gebe viele märkische Schulen die noch nicht einmal W-Lan hätten. Sollte die Medien AG des da Vinci Campus beim Wettbewerb gewinnen, würde sie unter anderem Clips über das Nauener „Landgut Stober“ drehen. Das Tagungshotel gilt als eines der nachhaltigsten Hotels Deutschlands. „Wir würden anhand unseres Partners zeigen, wie man Nachhaltigkeit leben kann.“

Ganz unvorbereitet war keiner der jungen Leute ins Rennen um ihre digitalen Projekte gegangen. Fast zwei Wochen lang dauerten im September 2017 die sogenannten School Media Days in Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Neuruppin. Mehr als 2400 Schüler und Lehrkräfte lernten unter anderem, bei Chefredakteurinnen und Redakteuren märkischer Tageszeitungen, wie zeitgemäße digitale Publikation funktioniert. Die fünf Projekte, die jetzt die meisten „Likes“ erzielen, bekommen vom Bildungsministerium 500 Euro als Starthilfe für ihr Vorhaben.

www.wir-im-netz.info

Von Rüdiger Braun

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