Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Sexuelle Übergriffe in Asyl-Unterkünften
Brandenburg Sexuelle Übergriffe in Asyl-Unterkünften
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:36 13.05.2016
In Gemeinschaftsunterkünften sich weibliche Asylbewerber immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt. Quelle: dpa
Anzeige
Potsdam

In Brandenburger Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge ist es in den Jahren 2014 und 2015 in 13 Fällen zu sexueller Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen gekommen. Das teilte das Innenministerium auf eine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Kristy Augustin, Barbara Richstein und Sven Petke mit. Die Antwort lag der MAZ vorab vor.

Jeweils drei Übergriffe gab es in Gemeinschaftsunterkünften in Luckenwalde (Teltow-Fläming), Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und Stolpe-Süd (Oberhavel). In Potsdam, Teltow (Potsdam-Mittelmark), Rathenow und Friesack (beide Havelland) gab es jeweils einen Fall. Bei den vorgeworfenen Straftaten handelte es sich jeweils um Vergewaltigung beziehungsweise sexuelle Nötigung.

Die Angst vor einer Systematik

„Unsere große Sorge ist, dass in den Unterkünften Dinge passieren, die eine gewisse Systematik haben. Ich rechne mit einer viel höheren Dunkelziffer“, sagte der CDU-Abgeordnete Petke. Hintergrund seien auch aus den Herkunftsländern mitgenommene Konflikte, etwa eine kulturell-religiös begründete Abwertung von Frauen.

Dem SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) warf Petke Defizite in der Asyl-Aufsicht vor. In den Unterkünften fehle es an geschulten Vertrauensleuten, die sich speziell der Probleme weiblicher Flüchtlinge annehmen könnten, sagte der CDU-Abgeordnete. Offensichtliche Probleme müssten offen angesprochen werden, um der AfD keine weiteren Argumente für rechtspopulistische Parolen zu liefern, forderte Petke. „Dem kann die Landesregierung nur begegnen, indem sie harte Fakten auf den Tisch legt.“

Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt betroffen

Im Februar war bekannt geworden, dass in einer Notunterkunft der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Eisenhüttenstadt Angestellte und Bewohner über längere Zeit von einem Dolmetscher belästigt wurden. Das DRK sah sich damals auch dem Vorwurf ausgesetzt, die Vorfälle zu vertuschen.

Von Bastian Pauly

Die Evangelische Landeskirche bemüht sich redlich, Teilnehmer für die Konfirmationsfeiern zu gewinnen. Dieses Jahr haben sich schon über 1250 märkische Jugendliche angemeldet. Doch gegen die in Brandenburg immer noch sehr beliebte Jugendweihe kommt die Kirche nicht an. 5150 Teilnehmer sind es allein schon bei zwei großen Anbietern der Feiern.

12.05.2016

In Brandenburg wächst ein Großteil aller Kinder ohne Schwester oder Bruder auf. Der Anteil der Ein-Kind-Familien liegt sogar bei mehr als 50 Prozent. Auch in der Bundeshauptstadt sieht es ähnlich aus.

12.05.2016
Brandenburg Behandlungsqualität in Berlin-Brandenburg - Lebensgefährliche Odyssee eines Jungen

Dass die Schere nach einer Operation im Bauch eingenäht wird, ist nicht immer ein schaler Witz. Fehler passieren auch Ärzten – doch die Kontrolleure schlafen nicht. So wurde beispielsweise ein Fall bekannt, bei dem ein kleiner Junge eine Batterie verschluckte. Doch statt höchster Alarmbereitschaft vergingen Stunden – samt großer Schwierigkeiten.

13.05.2016
Anzeige