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Sexuelle Übergriffe in Asyl-Unterkünften

13 Fälle in Brandenburg bekannt Sexuelle Übergriffe in Asyl-Unterkünften

In Brandenburger Gemeinschaftsunterkünften ist es in den vergangenen beiden Jahren in 13 Fällen zu sexuellen Übergriffen gegenüber Frauen und Mädchen gekommen. Die CDU im Landtag geht von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus. Die Oppositionsfraktion wirft Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) Defizite bei der Asyl-Aufsicht vor.

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In Gemeinschaftsunterkünften sich weibliche Asylbewerber immer wieder sexuellen Übergriffen ausgesetzt.

Quelle: dpa

Potsdam. In Brandenburger Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge ist es in den Jahren 2014 und 2015 in 13 Fällen zu sexueller Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen gekommen. Das teilte das Innenministerium auf eine Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Kristy Augustin, Barbara Richstein und Sven Petke mit. Die Antwort lag der MAZ vorab vor.

Jeweils drei Übergriffe gab es in Gemeinschaftsunterkünften in Luckenwalde (Teltow-Fläming), Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und Stolpe-Süd (Oberhavel). In Potsdam, Teltow (Potsdam-Mittelmark), Rathenow und Friesack (beide Havelland) gab es jeweils einen Fall. Bei den vorgeworfenen Straftaten handelte es sich jeweils um Vergewaltigung beziehungsweise sexuelle Nötigung.

Die Angst vor einer Systematik

„Unsere große Sorge ist, dass in den Unterkünften Dinge passieren, die eine gewisse Systematik haben. Ich rechne mit einer viel höheren Dunkelziffer“, sagte der CDU-Abgeordnete Petke. Hintergrund seien auch aus den Herkunftsländern mitgenommene Konflikte, etwa eine kulturell-religiös begründete Abwertung von Frauen.

Dem SPD-Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) warf Petke Defizite in der Asyl-Aufsicht vor. In den Unterkünften fehle es an geschulten Vertrauensleuten, die sich speziell der Probleme weiblicher Flüchtlinge annehmen könnten, sagte der CDU-Abgeordnete. Offensichtliche Probleme müssten offen angesprochen werden, um der AfD keine weiteren Argumente für rechtspopulistische Parolen zu liefern, forderte Petke. „Dem kann die Landesregierung nur begegnen, indem sie harte Fakten auf den Tisch legt.“

Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt betroffen

Im Februar war bekannt geworden, dass in einer Notunterkunft der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Eisenhüttenstadt Angestellte und Bewohner über längere Zeit von einem Dolmetscher belästigt wurden. Das DRK sah sich damals auch dem Vorwurf ausgesetzt, die Vorfälle zu vertuschen.

Von Bastian Pauly

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