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130 Menschen sterben bei Unfällen auf Brandenburgs Straßen

Erschreckende Bilanz für 2017 130 Menschen sterben bei Unfällen auf Brandenburgs Straßen

Das sind erschreckende Zahlen für Brandenburg. In diesem Jahr sind bereits 130 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das ist ein deutlicher Anstiegt im Vergleich zum Vorjahr.

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Im April 2017 verlor eine Pkw-Fahrerin im Landkreis Oberhavel die Kontrolle über ihr Fahrzeug und raste gegen einen Baum. Die 57-Jährige starb noch am Unfallort.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Auf Brandenburgs Straßen sind in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 130 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Dies seien 24 Verkehrstote mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, teilte das Landesamt für Statistik am Freitag mit.

Bei den insgesamt 7510 Unfällen mit Personenschaden (Vorjahreszeitraum: 7682) wurden von Januar bis Oktober 9604 Menschen verletzt. Die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent auf 70 284. Ein leichtes Minus von 1,6 Prozent gab es mit 378 Fällen bei den Unfällen, bei denen Alkohol oder Drogen eine Rolle spielten.

In Berlin gab es so wenig Verkehrstote wie nie

2017 könnte das Jahr mit den wenigsten Verkehrstoten in der Geschichte des modernen Berliner Straßenverkehrs werden. Darauf deuten die Zahlen hin, die kurz vor Jahresende vorliegen. Bis zum 20. Dezember starben 34 Menschen durch Verkehrsunfälle, wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das sind trotz einer wachsenden Stadt mit dichterem Straßenverkehr deutlich weniger als im Vorjahr 2016, als 56 Menschen bei Unfällen ums Leben kamen. Der bisher niedrigste Wert der vergangenen Jahrzehnte lag 2013 bei 37 Toten.

Die meisten Toten in den vergangenen knapp zwölf Monaten gab es unter den Fußgängern, von denen 13 starben. Außerdem wurden 9 Radfahrer, 5 Motorrad- oder Rollerfahrer sowie 5 Autofahrer oder andere Insassen getötet. 2 Tote sind in der Statistik unter Sonstige erfasst, das können Fahrer oder Insassen von LKW, Bussen oder Quads sein.

1993 verunglückten noch 163 Menschen tödlich. Seit 2007 liegt die Zahl der Toten immer unter 60. Die Zahl alleine sagt wegen der großen jährlichen Schwankungen aber nichts über die tatsächliche Sicherheit im Verkehr aus. Deutlich wird das auch am Beispiel der Radfahrer. Seit knapp 20 Jahren sterben zwischen 6 und 24 Fahrradfahrer pro Jahr. Eine kontinuierliche Entwicklung nach oben oder unten ist dabei nicht festzustellen, obwohl der Radverkehr deutlich zugenommen hat.

Viel aussagekräftiger sind die Gesamtzahl der registrierten Unfälle (Vorjahr 2016: 141 155) und besonders die Zahlen der Leicht- und Schwerverletzten insgesamt und nach Verkehrmittel (2016: 15 252 Leichtverletzte/2086 Schwerverletzte). Die Werte für das ganze Jahr 2017 - das erste Jahr des Senats aus SPD, Linken und Grünen - werden von der Polizei aber erst Anfang kommenden Jahres veröffentlicht.

In den Monaten Januar bis Oktober wurden nach Angaben des Amtes für Statistik vom Freitag 117 909 Unfälle in der Stadt gezählt. Das waren 1877 Unfälle oder 1,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ging in dem Zeitraum indes um 346 auf 12 184 zurück. Das ist ein Minus von 2,8 Prozent. Verletzt wurden 14 610 Menschen, 162 weniger als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres. Das ist eine Minus von 1,1 Prozent.

Grundsätzlich ist Berlin wie andere Großstädte beim Straßenverkehr eher sicher. Zwar gibt es viele Unfälle, die allermeisten verursachen aber wegen der oft niedrigen Geschwindigkeiten nur Blechschäden. In Flächenländern mit gefährlichen Landstraßen sterben deutlich mehr Menschen in Relation zur Einwohnerzahl.

Von Klaus Peters und Andreas Rabenstein

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