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1500 Menschen wollen „Homeland“-Rolle

Schlange stehen beim Komparsen-Casting in Berlin 1500 Menschen wollen „Homeland“-Rolle

Warten, warten, warten! Beim Casting für den US-Serienhit „Homeland“ hat es in Berlin einen Riesenandrang gegeben. 1500 Menschen haben sich für eine der 1000 Komparsenrollen beworben. Die Schlange war riesig. Wer nach 14 Uhr kam, hatte Pech. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, Fernsehstar in spe zu werden und am Set von „Homeland“ mitzuwirken.

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Wer bei Homeland eine Komparsenrolle ergattern wollte, musste am Samstag Geduld mitbringen.

Quelle: dpa

Berlin. Männer, Frauen, Junge und Alte: Die Schlange vor dem Theater im Aufbauhaus in Berlin-Kreuzberg war riesig beim Casting für den US-Serienhit „Homeland“. 1000 Komparsenrollen sollten vergeben werden, 1500 Bewerber kamen, um Teil der Serie zu werden.

Die ersten standen schon morgens um halb zehn vor den geschlossenen Türen des Theaters im Aufbauhaus am Moritzplatz. Unter den Wartenden ganz vorne auch eine Gruppe von drei 17-jährigen Freunden mit Eltern armenischer Herkunft. Bereits innerhalb einer Stunde bildete sich aus ein paar Leuten eine Schlange, die bis zum 100 Meter entfernten Aufgang der U-Bahnstation Moritzplatz reichte. Wer zu spät kam, den bestrafte die Schlange - er wurde von der Castingchefin vertröstet.

Es war wie zu erwarten ein Riesenandrang. Übertroffen wurden die Anzahl der Schauspiel-Aspiranten nur im vergangenen Jahr bei einem Aufruf für die Fortsetzung des Films „Die Tribute von Panem“, bei dem sich um die 2000 Leute bewarben.

Vor allem junge Menschen kamen zum Casting nach Berlin.

Vor allem junge Menschen kamen zum Casting nach Berlin.

Quelle: dpa

Die fünfte Staffel der US-Serie „Homeland“ soll von Juni an in Berlin und Potsdam gedreht werden. Claire Danes ist in der Rolle der Hauptdarstellerin die CIA-Agentin „Carrie Mathison“ zu sehen, die es von Afghanistan aus in die deutsche Hauptstadt zieht.

Film fasziniert - denn viele der Komparsen in spe kannten nach eigenen Angaben die Serie „Homeland“ nicht. Sie hätten über Freunde, Facebook, die Tageszeitungen oder im Radio davon erfahren, erzählten sie beim Warten.

Treue Serien-Fans waren aber dennoch zu finden wie Akin, 27, aus Charlottenburg: „Ich habe mir Homeland immer zusammen mit meinem Bruder angesehen“. Für sein Casting-Foto wartete der junge Mann mit syrischen Wurzeln zusammen mit etwa 300 anderen gut eineinhalb Stunden.

Der Ablauf des Castings war einfach: Fragebogen ausfüllen, Foto machen lassen, Hoffen auf die Komparsenrolle.

Der Ablauf des Castings war einfach: Fragebogen ausfüllen, Foto machen lassen, Hoffen auf die Komparsenrolle.

Quelle: dpa

Das Casting verlief reibungslos. Vier bis sechs Fotos wurden von den Freiwilligen gemacht. Die Anforderungen an die Rolle waren simpel. Die Bewerber brauchten weder das Aussehen eines Models, noch Schauspielerfahrung. Das Profil aber war klar vorgegeben. Demnach hatten nur „arabische, türkische, persische, nordafrikanische, syrische, südeuropäische und generell aus dem Mittleren Osten“ stammende und aussehende Frauen, Kinder und Männer zwischen sechs und 80 Jahren eine Chance. Männer mit Bärten wurden bevorzugt. Casting-Agenturchefin Johanna Rackwitz zeigte sich zufrieden. „Ich bin überrascht, wie viele passende Leute dabei sind“, sagte sie. Vor allem junge Menschen drängelten sich in der Schlange. Viele Männer mit rauschenden Vollbärten waren allerdings nicht zu sehen.

Die erst gegen 14.00 Uhr eintreffenden Casting-Willigen schafften es nicht mehr vor die Kamera. Ragwitz betonte, wer sich noch anmelden wolle, könne dies auch online oder zum Agenturcasting jeden Mittwoch (15.00-18.00 Uhr, Thomasiusstrasse 2) in Berlin-Tiergarten vorbeikommen. Wer am Ende einen Platz in der beliebten Serie bekommt, um für einen Augenblick im Bild zu sein, wird sich erst in den kommenden Wochen ergeben.

Von MAZonline/dpa

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