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20.000 Euro für Hinweise zum Brandanschlag

Schröter: „Erbärmliche Tat“ in Nauen 20.000 Euro für Hinweise zum Brandanschlag

Nach dem Brandanschlag auf eine Asyl-Notunterkunft in Nauen (Havelland) hat das Land Brandenburg jetzt eine Belohnung von 20.000 Euro ausgelobt. Das Land hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zu den Tätern des Anschlags führen.

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Das Land hat 20.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach dem Brandanschlag auf eine Asyl-Notunterkunft in Nauen (Havelland) hat das Land Brandenburg jetzt eine Belohnung von 20.000 Euro ausgelobt. Das Land hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, die zu den Täter des Anschlags führen.

Hinweise an die Polizei

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0700 - 33330331 entgegen. Hinweisgeber können sich mit ihren Informationen aber auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Die Belohnung haben das Innenministerium und das Justizministerium gemeinsam ausgelobt, wie es in der gemeinsamen Pressemitteilung vom Freitag heißt.

„Klares Signal“ an Brandstifter

Justizminister Helmuth Markov (Linke) sagte: „Die Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, ist [...] ein klares Signal an alle, die glauben mit Gewalt und auf Kosten der Ärmsten ihre rassistische Ideologie durchsetzen zu können: Wir als Gesellschaft lassen uns nicht in Geiselhaft nehmen von jenen, die jeglichen Anstand und jegliches Mitgefühl verloren haben.“

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In der Nacht zu Dienstag, 25. August 2015, ist in Nauen (Havelland) ein Brandanschlag auf eine geplante Notunterkunft für Asylbewerber verübt worden. Die Turnhalle ist komplett niedergebrannt.

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„Der Anschlag ist eine erbärmliche Tat“, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitag in Potsdam. „Es bleibt dabei: Wir werden auch weiter Menschen, die in Not sind, in unserem Land aufnehmen und ihnen eine sichere Zuflucht bieten. Von diesem Weg eines humanen Umgangs mit Menschen in Not werden uns Kriminelle nicht abbringen“, betonte Schröter.

Sporthalle abgebrannt

Die Sporthalle des Oberstufenzentrums Havelland sollte in der ersten Septemberhälfte als vorübergehende Notunterkunft für Asylbewerber eingerichtet werden. Die 4-Millionen-Euro-Halle wurde durch das Feuer vom frühen Dienstagmorgen vollständig zerstört, so dass dort auch kein Vereins- und Schulsport mehr möglich sind.

Soko ermittelt

Bei der Untersuchung des Brandortes waren am Mittwoch Spuren eines Brandbeschleunigers nachgewiesen worden. Der Landkreis sucht weiter nach einer neuen Unterkunft für rund 100 Flüchtlinge. Eine 30-köpfige Sonderkommission ermittelt zu den Tätern. Bisher erfolglos. Die Beamten gehen zunächst Hinweisen im näheren Umfeld des Brandortes nach. Zudem werden Videoaufnahmen auf Überwachungskameras ausgewertet und Beweismaterial analysiert, das am Tatort gefunden wurde.

Von MAZonline

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