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30 bis 40 Stunden am Schreibtisch

Bauern kämpfen mit EU-Bürokraten 30 bis 40 Stunden am Schreibtisch

Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (Brala) ist auch der Ort aktueller Diskussionen. Auf der Bauernversammlung forderte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag einen Dialog mit den Verbrauchern zur Tierhaltung. Die Bauern kämpfen zudem gegen etliche bürokratische Hürden der Europäischen Union.

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Wilhelm Franke

Quelle: Marco Paetzel

Paaren im Glien. Wilhelm Franke (62) bewirtschaftet seit 25 Jahren einen 500 Hektar großen Hof in Pausin (Havelland).

MAZ: Herr Franke, wie sehen Sie die Diskussion um Missstände in der Tierhaltung?

Wilhelm Franke: Der überwiegende Teil der Bauern behandelt die Tiere so, wie es sein muss. Davon können sich die Leute beispielsweise beim Tag der offenen Höfe überzeugen.

Bauernpräsident Udo Folgart kritisierte die EU-Bürokratie. Sehen Sie das ähnlich?

Franke: Ja. Ich verbringe 30 bis 40 Stunden in der Woche am Schreibtisch, das ist mehr als ich auf dem Feld bin. Ich muss genau auflisten, welche Arbeiten wir auf dem Feld machen, um die Agrarförderung zu bekommen. Und nachweisen, dass jede Arbeitskraft den Mindestlohn von 8,50 Euro bekommt.

Können Sie in Zeiten von Preisschlachten in Supermärkten noch von Ihrer Arbeit leben?

Franke: Ja, man kommt zurecht. Als zweites Standbein habe ich eine Fahrschule aufgebaut.

Von Marco Paetzel

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