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Brandenburg 30.000 Euro für Parkinson-Hilfe
Brandenburg 30.000 Euro für Parkinson-Hilfe
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20:17 20.10.2013
Preisträger Stefan Bergt auf der Parkinson-Gala. Quelle: Julian Stähle
Blankenfelde-Mahlow

Der brandenburgische Spiegel-Journalist und Autor Stefan Berg ist mit dem „Preis der Deutschen Parkinson Hilfe” geehrt worden. Auf der Gala am Sonnabend in Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) wurde ihm die Auszeichnung überreicht. In der Laudatio sagte Verbandschef Stephan Goericke, Berg gehe bewundernswert und beispielhaft offen mit seiner Erkrankung um. Er habe nicht nur in seinem Buch „Zitterpartie” den Morbus Parkinson und alle seine Begleiterscheinungen schonungslos und offen einem breitem Publikum verständlich gemacht. Er habe sich auch in Lesungen und Interviews zum Botschafter für mehr Toleranz und Verständnis für die Betroffenen stark gemacht. Berg war im Alter von 44 Jahren an Parkinson erkrankt und beschreibt in dem Buch „Zitterpartie” das Leben eines Mannes mit der unheilbaren Krankheit. Der Verein hat die Auszeichnung erstmals vergeben.

» MAZ-Interview mit Stefan Berg

Nach seinen Worten geht Berg bewundernswert und beispielhaft offen mit seiner Erkrankung um, unter der auch andere Prominente wie der Boxer Muhammad Ali oder der Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer leiden. Berg habe in seinem Buch die Krankheit und ihre Begleiterscheinungen schonungslos und offen einem breitem Publikum verständlich gemacht.

Im Zusammenhang mit der Gala seien rund 30.000 Euro an Spenden zusammengekommen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Parkinson Hilfe, Stephan Goericke, am Sonntag. Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe sich die Summe verdreifacht. Auch MAZ-Leser haben sich beteiligt und im Vorfeld 1250 Euro gespendet. Mit dem Geld sollen Therapieplätze für Erkrankte finanziert werden. Unterstützung kam auch von Prominenten, etwa vom Ex-Boxer Axel Schulz und dem Model Franziska Knuppe.

Blankenfelde-Mahlow, 19.10.2013 - An der Tulip-Gala zugunsten Parkinson-Kranker haben am Samstagabend wieder zahlreiche Promis wie Axel Schulz und Franziska Knuppe teilgenommen - und spendeten fleißig: Es kamen rund 30.000 Euro für die Deutsche Parkinson Hilfe zusammen. Auch MAZ-Leser hatten gespendet. Die Gala stand unter der Schirmherrschaft von Daniela Schadt, der Lebensgefährtin des Bundespräsidenten.

Das Parkinson-Syndrom gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. In Deutschland leiden laut Verein rund 300 000 Menschen daran. Die Krankheit, die umgangssprachlich auch als „Schüttellähmung” bekannt ist, wurde nach dem englischen Arzt James Parkinson benannt, der diese Art der Bewegungsstörung 1817 erstmals beschrieben hat.

» MAZ-Dossier unter MAZ-online.de/parkinson

Und so sah MAZ-Redakteurin Ildiko Röd den Abend:

Vorhang auf hieß es am Sonnabend für die Deutsche Parkinson-Gala „Tulip“ (Tulpe) im Van der Valk Hotel in Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming): roter Promi-Teppich, Silberkandelaber auf den Tischen, üppiges Büffet, üppige Dekolletés und Herren in feinem Tuch.
Und mittendrin Bernd Stiehler aus Zossen (Teltow-Fläming). Auch er hatte sich fein gemacht; Jackett und Hose gekauft. Sonst trägt Bernd Stiehler nur Jeans mit Pulli. Abends groß ausgehen? Gibt's fast gar nicht. Es habe Zeiten gegeben, erzählte der Maler an diesem Abend, da wollte er sich nur noch fern halten von den Menschen, die ihn so oft scheel anschauten: „Wenn meine Hand zitterte, dann ging ich dunkle Gassen lang, um sie nicht zu zeigen.“ Parkinson – ein Stigma.
An diesem Abend aber wurde Flagge gezeigt gegen die heimtückische Nervenkrankheit. Schon lange im Vorfeld konnte Gala-Initiator Stephan Goericke vermelden: Ausverkauft! Ein Herzensanliegen ist das Ereignis nicht nur den spendenfreudigen Gästen. Große Hochachtung empfand man auch vor RBB-Journalist Attila Weidemann. Obwohl sein Vater erst vor wenigen Tagen verstorben ist, sagte er nicht ab, sondern zog seine ehrenamtliche Gala-Moderation mit viel Herz durch. „Mein Vater war Arzt. Er hätte gewollt, dass ich das mache.“
Auch bei Ex-Boxer Axel Schulz lautet das Motto: Ring frei im Kampf gegen Parkinson. Unvergesslich bleibt ihm sein Besuch beim erkrankten Muhammed Ali – ein Schatten seiner selbst. Für den guten Gala-Zweck schlüpften die Promis durchaus mal in ungewohnte Rollen. Top-Model Franziska Knuppe (mit eingeflochtenen Blüten im Haar und einem umwerfenden tulpenrosenfarbenen Beinschlitz-Kleid von Boss) schnappte sich einen Lostopf. Das Lächeln von La Knuppe öffnete nicht nur die Herzen, sondern auch Geldbeutel. Dafür gab’s gefühlt eine Million Erinnerungsfotos, die von den Gästen umgehend stolz verschickt wurden: „Guckt mal, ich und Franzi Knuppe!!“
Für Aufsehen sorgte das Erscheinen von „First Lady“ und Gala-Schirmherrin Daniela Schadt. Schließlich ist die Lebensgefährtin von Bundespräsident Gauck – anders als ihre Bellevue-Vorgängerin – absolut keine Blitzlicht-Barbie. Ihr Engagement für „Tulip“ bedeutet also eine besondere Auszeichnung. Bei ihrer Rede zeigte sich aber, dass unter dem eleganten Kleid immer noch die Seele der passionierten Journalistin schlummert. Begeistert lobte die Ex-Innenpolitikressort-Chefin der Nürnberger Zeitung die Parkinson-Serie der Märkischen Allgemeinen Zeitung, die im Vorfeld der Gala erschienen ist: „Ich möchte meinen Kollegen von der MAZ danken. Es freut mich ungemein, dass eine Zeitung sagt: Wir wollen nicht nur die schönen Bilder von einer Gala zeigen, sondern wir begleiten die erkrankten Menschen auch im Alltag.“ Und als schönes Kompliment an die MAZ: „Ich habe die ganze Serie im Internet gelesen“, sagte die Bellevue-Botschafterin an die Adresse von Claas Schmedtje. Der Geschäftsführers der Märkischen Verlags- und Druckgesellschaft hatte einen Spendenscheck mitgebracht: 1250 Euro, gespendet von MAZ-Lesern für die „Deutsche Parkinson-Hilfe“. Diese finanziert unter anderem Therapieplätze.
Stolze 30.000 Euro kamen zusammen – neuer Rekord in der Geschichte der Gala, die Betroffenen wie Bernd Stiehler Mut macht: „Die Front gegen die Krankheit wird immer größer.“ Gleichzeitig wächst das Wissen um Parkinson; das Verständnis. Die „dunklen Gassen“, durch die Stiehler mit zitternder Hand schlich, sind Vergangenheit. Heute nimmt er den Weg durch belebte Straßen.

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