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Brandenburg 300 Ungarn-Flüchtlinge für Brandenburg
Brandenburg 300 Ungarn-Flüchtlinge für Brandenburg
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16:11 06.09.2015
Flüchtlinge, die von Ungarn bis Österreich geschafft haben und die weiter nach Deutschland wollen.  Quelle: dpa
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Potsdam

Brandenburg hat sich auf die Aufnahme von Hunderten Flüchtlingen aus Ungarn vorbereitet. Anders als in anderen Bundesländern trafen bis zum Sonntagnachmittag aber keine von ihnen in der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) ein, wie der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker, der MAZ bestätigte. "Wir haben uns auf 300 Flüchtlinge eingerichtet." Am Samstag war von 200 Menschen die Rede.

Die genaue Ankunftszeit sei bislang unklar. "Noch sind keine Flüchtlinge angekommen und auch noch keine losgefahren", so Decker. Brandenburg hatte mit den Flüchtlingen noch an diesem Wochenende gerechnet.

Doch nach Auskunft der Bundespolizeidirektion Berlin vom Sonntagmittag sind bislang noch keine Sonderzüge mit Flüchtlingen nach Berlin und Brandenburg unterwegs. Es sei auch noch unklar, ob bei der Verteilung der Menschen Züge überhaupt zum Einsatz kommen oder doch eher Busse. Man sei aber vorsorglich auf die Ankunft der Menschen an Bahnhöfen vorbereitet.

Die Größenordnung der Flüchtlingszahl für Brandenburg bezieht sich auf die derzeitige Annahme, dass etwa 7000 Flüchtlinge von Ungarn über Österreich nach Bayern kommen. Deutschland und Österreich hatten überraschend die Einreise für die Flüchtlinge ermöglicht. Tausende zogen am Samstag gen Westen. Über den Fahrtweg der Flüchtlinge von Bayern nach Brandenburg wollte der Sprecher nichts sagen. Die Flüchtlinge, vor allem Syrer, waren am Samstag in München angekommen und von dort auf die Bundesländer verteilt worden.

Die Flüchtlinge würden auf die Bundesländer nach dem „Königsteiner Schlüssel“ verteilt. Bei diesem System wird die Bevölkerungszahl des jeweiligen Bundeslandes berücksichtigt.

Für Sonntagabend trifft sich die große Koalition angesichts rasch wachsender Flüchtlingszahlen zu einem Spitzentreffen und sucht nach tragfähigen Lösungen in der Asylpolitik.

Asylpolitik: Was die Parteien wollen >

Von dpa

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