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3000 Menschen bei Linken-Demo in Berlin

1000 Polizisten im Einsatz 3000 Menschen bei Linken-Demo in Berlin

In Berlin-Friedrichshain haben am Samstag 3000 Menschen gegen – ihrer Meinung nach – unverhältnismäßige Polizei-Aktionen. Die Demonstranten kommen aus der linken Szene. Die Polizei ist mit rund 1000 Beamten im Einsatz. Ursprünglich war mit weit weniger Teilnehmern gerechnet worden. Die Zahl wuchs am Nachmittag rasch an.

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Mehr als 600 Demonstranten hatten sich am Samstag in Berlin versammelt.

Quelle: dpa

Berlin. Die Berliner Polizei hat rund 1000 Beamte aufgeboten, um eine Demonstration linker und linksradikaler Gruppen in Berlin-Friedrichshain zu sichern. Ihnen standen zu Beginn des Protests am Samstagnachmittag mehr als 600 Teilnehmer gegenüber, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die Zahl der Demonstranten wuchs rasch an. Ursprünglich war mit etwa 200 Teilnehmern gerechnet worden.

Die Berliner Zeitung berichtete, dass sich am frühen Abend schon 3000 Demonstranten versammelt hätten. Ein Sprecher der Polizei bestätigte die Zahl. Die meisten in schwarz gekleidet, auch junge Eltern mit Kinderwagen seien unter den Demonstranten.

Die Demo richtet sich gegen Polizeieinsätze und Umgestaltungen in dem Stadtteil. Zwischenfälle habe es zunächst nicht gegeben. Die Demo begann allerdings deutlich später als geplant, auch wegen des stetigen Zustroms an Demonstranten. Ursprünglich sollte es gegen 16 Uhr losgehen. Der Beginn verzögerte sich jedoch bis nach 17 Uhr. Die Demo begann friedlich. Jedoch wurden immer wieder Böller und Pyrotechnik gezündet.

Razzia mit hohem Aufwand – aber ohne Festnahme

Zuletzt ging die Polizei Mitte Januar gegen die linke Szene in Berlin-Friedrichshain vor. In der Rigaer Straße durchsuchten sie ein besetztes Haus. Den Einsatz rechtfertigte die Polizei mit Gewaltausbrüchen rund um die Rigaer Straße. Die Polizei fand bei der Razzia Steine und Krähenfüße, sie überprüfte einige Personalien der Bewohner. Festnahmen gab es jedoch keine.

Für die Razzia in der Rigaer Straße betrieb die Polizei hohen Aufwand

Für die Razzia in der Rigaer Straße betrieb die Polizei hohen Aufwand.

Quelle: dpa

Beobachter aus der Politik hatten mit einer hohen Zahl an Demonstranten gerechnet - auch aus anderen Teilen Deutschlands - und Gewaltausbrüche befürchtet. In der Nacht zum Samstag hatten 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern am Kreuzberger Gleisdreieck-Park randaliert und 28 Autos beschädigt.

Einige Politiker bezeichneten den Einsatz im Januar als übertrieben

Bei der Demonstration ging es auch um einen großen Polizeieinsatz am 13. Januar, als ein Gebäude der Hausbesetzerszene in der Rigaer Straße durchsucht worden war. Grüne, Linke und Piraten hatten anschließend protestiert und den Einsatz als übertrieben bezeichnet.

Von MAZonline

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