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388 Kilogramm Dosensardinen

Ehemaliger Brandenburger Schüler startet Hilfsaktion 388 Kilogramm Dosensardinen

Eigentlich wollte er an diesem Wochenende seinen Geburtstag auf den Philippinen feiern, doch dann kam alles anders, dann kam der Sturm. Die Menschen um ihn herum beteten für ihre Landsleute, erzählt Daniel Eckert. Er fand, man müsse mehr tun. Also initiierte er eine Hilfsaktion.

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Daniel Eckert mit Hilfsgütern aus seiner Aktion.

Quelle: Privat

Potsdam. Daniel Eckert ist  gerade 19Jahre alt. Sein Abitur hat er am Evangelischen Gymnasium in Potsdam gemacht, danach wollte er erst mal raus in die Welt. Ein Freiwilliges Soziales Jahr auf den Philippinen. Er arbeitet bei einer Radiostation in der Stadt Puerto Princesa im Westen der Inselgruppe. In seiner Freizeit schießt er Fotos von exotischen Tieren und Traumstränden mit saphirgrünem Wasser. Die Philippinen vor dem Sturm. „Danach hat mein Freiwilliges Soziales Jahr erst richtig angefangen“, sagt Daniel am Telefon.

Am Montag nach dem Taifun Haiyan schickt er per Mail einen Spendenaufruf an seine Freunde und Familie. Puerto Princesa sei von dem Taifun weitgehend verschont geblieben, berichtet der 19-Jährige darin, aber in den anderen Gebieten sehe es schlimm aus. Er wolle den Menschen vor Ort helfen, und dafür brauche er Geld, appelliert er an seine Bekannten. Die Resonanz ist überwältigend. Innerhalb von sechs Stunden gehen 500 Euro auf seinem Konto ein, zwei Tage später sind es 1800. „Auch Leute, die mich persönlich nicht kennen, haben gespendet“, erzählt er.

Mit dem Geld geht Daniel einkaufen. 1500 Liter Wasser, 388 Kilo Dosensardinen, 186 Kilo Kekse, 22 Kilo Butterkekse. Er feilscht um jeden Peso. Dank seiner Kontakte im Radiosender schafft er es, die Hilfsgüter in einem Cargojet der philippinischen Luftwaffe nach Coron auszufliegen. Auch er ist mit an Bord. „Ich wollte sichergehen, dass alles ankommt, die Spender vertrauen mir ja.“

Vor Ort sieht er Holzhütten, die „wie Kartenhäuschen“ zusammengefallen sind, Menschen, die unter Planen Schutz suchen. „Trotzdem haben sie versucht zu lächeln.“ Inzwischen sind 3200 Euro für die Aktion auf Daniels Konto eingegangen, eine zweite Ladung Hilfsgüter hat er auf den Weg gebracht. Er mache das nicht für Lob, betont der 19-Jährige. „Ich muss es einfach aus Gewissensgründen machen.“

Von Angelika Pentsi

Kontakt unter danieleckert94@googlemail.com

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