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Brandenburg 400 Hektar in ziviler Hand
Brandenburg 400 Hektar in ziviler Hand
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16:46 22.06.2017
Noch sind ehemalige Militärflächen nicht an zivile Nutzer verkauft. Quelle: dpa
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Falkenberg

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr weitere 400 Hektar einstige Militärflächen an Investoren verkauft worden. Künftig sollen die Grundstücke zivil genutzt werden, teilte das Finanzministerium am Donnerstag zum Auftakt des diesjährigen Konversionssommers mit. Kommunen und Behörden diskutieren bei zahlreichen Veranstaltungen Ideen für die Zukunft der Areale.

90 Prozent der 1994 nach Abzug der sowjetischen Streitkräfte an das Land übergebenen 100 000 Hektar seien bereits wieder in zivilen Händen, hieß es. Die Areale gingen an private Investoren, Kommunen oder Stiftungen. Dafür habe das Land rund 300 Millionen Euro eingenommen.

Erfolgreiche Konversion - Umwandlung von Militärflächen für zivile Zwecke - sei ein Gewinn für das Land, betonte Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski. Es seien nicht nur neue Unternehmen und Arbeitsplätze entstanden, sondern auch 1100 neue Wohnungen.

Die Aufgabe sei aber nicht einfacher geworden. Mittlerweile handle sich nicht mehr um Filetstücke. Wegen ihrer Lage, den militärischen Belastungen oder der Denkmalschutzauflagen sei es schwieriger, neue Nutzer zu finden. Doch im Gegensatz zu Investitionen auf der grünen Wiese sei die weitere Nutzung dieser Ex-Militärflächen nachhaltig und umweltschonend, betonte Trochowski.

Jüngstes Beispiel: Das Areal des ehemaligen Militärflugplatzes Falkenberg-Lönnewitz (Elbe-Elster). Es nimmt 525 Hektar ein. Das Land setzt 1,75 Millionen Euro für die Entwicklung, Vermarktung sowie Beseitigung von Altlasten und Kampfmitteln ein. Es entstand mittlerweile eine Sonderlandeplatz für den Geschäftsreiseverkehr. Auf 79 Hektar stehen Solaranlagen.

In die unter Denkmalschutz stehende Werfthalle hat der Eigentümer bereits 1,7 Millionen Euro investiert. Mit Aufnahme der Produktion von Solarzellen in der kommenden Woche sollen 30 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen - insgesamt sollen es künftig 60 sein.

Von MAZ-online

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