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Brandenburg 47 Millionen Euro für neue Brücke nach Polen
Brandenburg 47 Millionen Euro für neue Brücke nach Polen
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18:12 10.12.2015
Die alte Brücke bei Küstrin ist marode. Sie soll weg. Quelle: dpa-Zentralbild
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Neuhardenberg

Die beiden alten Bahnbrücken bei Küstrin (Kostrzyn) über die Oder werden ersetzt. Rund 47 Millionen Euro will die Deutsche Bahn in Neubauten investieren. Den Auftrag dafür erhielt die Planungsgemeinschaft Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft/Knights Architects. Das gab die Jury am Donnerstag in Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) bekannt. Der Baubeginn sei für 2018 vorgesehen, sagte ein Bahnsprecher. Die Bauzeit solle bei laufendem Verkehr zwei Jahre betragen. Beim Endausscheid standen sechs Entwürfe zur Auswahl.

Das Gewinner-Modell sieht eine strahlend weiße sogenannte Netzwerkbogenbrücke vor. Sie spannt sich ohne Pfeiler im Fluss von Ufer zu Ufer. Zwischen Bogen und Geländer ist ein dichtes weißes Stahlnetz gespannt. Die andere Brücke wirkt unauffälliger und führt über ein Überschwemmungsgebiet, die sogenannte Odervorflut. Nach Angaben des Bahnsprechers handelt es sich um das aktuell größte Brückenbauprojekt im Land Brandenburg.

Die jetzigen Bauwerke - knapp 200 und 300 Meter lang - wurden nach Angaben der Bahn Mitte des 19. Jahrhunderts, Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Sie gehörten einst zur Strecke der historischen Ostbahn, die von Berlin nach Königsberg (Kaliningrad) führte. Heute verkehren Züge von Berlin nach Küstrin über diese beiden Brücken. Auch die neuen Bauwerke sollen zweigleisig werden, erläuterte der Bahnsprecher.

Der erste Preis sei an den Bewerber aus Berlin gegangen, weil die Oderbrücke beide Ufer auf Augenhöhe miteinander verbinde, erklärte der Juryvorsitzende Hans Peter Reinke. Aber auch Wirtschaftlichkeit und der Aufwand zur Unterhaltung des Bauwerks seien beachtet worden.

Die Deutsche Bahn kooperiert derzeit bei 16 Projekten mit polnischen Partnern, wie Arvid Kämmerer, Vorsitzender der deutsch-polnischen Infrastrukturgruppe, berichtete. „Die Brücken sind Symbol der Zusammenarbeit und der Freundschaft von Deutschland und Polen.“

Von MAZonline und dpa

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