Volltextsuche über das Angebot:

34°/ 21° Gewitter

Navigation:
50 Jahre Erfolg mit Durstlöschern

Getränke Hoffmann feiert Jubiläum 50 Jahre Erfolg mit Durstlöschern

In einer kleinen Straße in Berlin-Neukölln begann am 4. März 1966 eine Erfolgsgeschichte. Dort eröffnete Hubert Hoffmann den ersten Markt in Deutschland, der nur Getränke verkauft. Heute hat das Unternehmen mehr als 300 Filialen. Zum 50. Jubiläum haben sich viele Berühmtheiten aus Politik und Wirtschaft angekündigt.

Voriger Artikel
Neonazi-Terror: Nauener sorgen sich um Stadt
Nächster Artikel
Schlappe 69 Prozent für Christian Görke

Mario Benedikt ist seit 2006 Geschäftsführer von Getränke Hoffmann.

Quelle: Firma

Groß Kienitz. West-Berlin im Jahr 1966 – Hubert Hoffmann wagt eine kleine Revolution. Er eröffnet in der Hobrechtstraße in Berlin-Neukölln ein kleines Geschäft. Das Besondere: Auf 300 Quadratmetern gibt es ausschließlich Getränke. Ein halbes Jahrhundert später tragen 314 Läden den Namen des Gründers.

Jubiläumsfeier mit großen Namen

Am 5. März feiert Getränke Hoffmann sein 50-jähiges Bestehen. Am Unternehmenssitz in Groß Kienitz finden sich Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ein. Alle ehemaligen Regierenden Bürgermeister Berlins der vergangenen 30 Jahre werden da sein, um dem traditionsreichen Unternehmen zu gratulieren: Eberhard Diepgen, Walter Momper und Klaus Wowereit. Tradition wird bei Getränke Hoffmann groß geschrieben. Damit hat man die Stürme der Zeit überstanden, auch wenn die Ware nicht mehr wie damals mit dem VW-Bulli ausgeliefert wird.

Mario Benedikt ist seit 2006 Geschäftsführer von Getränke Hoffmann

Mario Benedikt ist seit 2006 Geschäftsführer von Getränke Hoffmann.

Quelle: Christian Zielke

Mario Benedikt ist seit 2006 Geschäftsführer des Unternehmens. Der aus Wolgast stammende 51-Jährige begann als Student in der Leergutannahme. Als er den Betriebswirt geschafft hatte, machte er eine Trainee-Ausbildung, war Filialleiter, Bezirkschef und stand an der Spitze der Einkaufs- und Marketingabteilung. Er kennt alle Ebenen. Heute sitzt er im großen Büro, in dem schon Firmengründer Hubert Hoffmann die Geschicke des Unternehmens steuerte. Mitte der 1990er Jahre entschloss man sich, auf die grüne Wiese nach Groß Kienitz zu gehen, weil der Firmensitz in Berlin zu klein geworden war. Ursprünglich wollte sich in dem Gebäude Mitbewerber Lehmann niederlassen, doch der Firmenchef entschied sich kurzfristig für Potsdam. Hoffmann setzte sich sozusagen ins gemachte Nest ins Groß Kienitz. Damals war noch viel Platz im Gewerbegebiet, heute sind alle Flächen vergeben. „Die Lage ist optimal“, sagt Mario Benedikt. In wenigen Minuten sind die Lkw, die von dort Mehrwegflaschen bis nach Schleswig-Holstein liefern, auf der Autobahn.

Kein Lohn-Unterschied zwischen Ost und West

Pioniergeist und Innovationsfreude sind zwei Eigenschaften, die sich durch die Geschichte von Getränke Hoffmann ziehen. Aus ganz Deutschland kamen kurz nach der Gründung Unternehmer nach Berlin, um zu sehen, wie man erfolgreich Getränke verkauft. „Alle haben bei Hubert Hoffmann abgekupfert“, sagt Mario Benedikt und meint das durchaus anerkennend. Im vereinten Deutschland ging man wieder voran. Schon Anfang der 90er Jahre bekamen die Beschäftigten in Ost und West das gleiche Gehalt.

Hintergrund

Mehr als 1000 Beschäftigte arbeiten bei Getränke Hoffmann. In Groß Kienitz sind es 170, davon 125 in der Verwaltung und 35 in der Logistik.

Mit 314 Filialen in sieben Bundesländern wurde zuletzt ein Umsatz von 250 Millionen Euro erwirtschaftet. In Brandenburg gibt es 80 Filialen, Berlin hat 120.

Pro Jahr verkauft das Unternehmen rund 1,8 Millionen Hektoliter Getränke, die Hälfte davon Bier.

Insgesamt sind rund 7000 Produkte im Angebot.

Der Firmensitz in Groß Kienitz ist 18 000 Quadratmeter groß. Dort befindet sich neben der Hauptverwaltung ein Lager für Mehrwegflaschen. Dort werden jährlich 30 Millionen Einwegflaschen verwertet.

Getränke zu verkaufen ist gar nicht so einfach in Zeiten, wo in jedem Supermarkt meterlange Regale mit Flaschen und Tetra Paks stehen. Doch bei Hoffmann traut man sich was, gibt neuen Produkten eine Chance und sucht Anbieter aus der Region. „Das schätzen die Kunden“, sagt Mario Benedikt, auch wenn man nie genau wisse, was der Kunde in seinem Glas wünscht. „Neun von zehn Produkten erweisen sich als Flop“, sagt er.

Wasser, Wein und Kellerbier

Wasser ist nach wie vor der wichtigste Umsatzbringer. „Wasser ist nicht gleich Wasser“, sagt der Chef. Kunden wollen mal mehr und mal weniger Kohlensäure, auch ein Hauch von Geschmack ist immer beliebter geworden. Beim Bier gehe der Trend zur Region, aber auch zum Außergewöhnlichen. Naturtrübe Kellerbiere, die vor Jahren noch als verdorben gegolten hätten, werden immer beliebter. Immer mehr hat Hoffmann auch die Weinliebhaber im Blick. Elektronische Produktberater in den Filialen helfen bei der Auswahl. Sogar die oft totgesagte Mehrwegflasche ist wieder im Aufwind. Wenn im Sommer die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft spielt, hofft Mario Benedikt nicht nur auf den Titel, er weiß auch, dass der Umsatz nach oben geht.

Bei Hoffmann geht man unterdessen zurück zu den Wurzeln. In Berlin-Kreuzberg hat vorige Woche ein kleiner Kiezladen eröffnet – mit Getränken, Sandwiches und Kaffee zum Mitnehmen. Dem Gründer hätte es wohl gefallen.

Von Christian Zielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Zunehmende Gewalt gegen Polizisten: Sollte es höhere Strafen geben?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg