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6841 neue Asylsuchende in Brandenburg

Asyl 6841 neue Asylsuchende in Brandenburg

In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden in Brandenburg 6841 neue Asylsuchende registriert. Das teilte das Innenministerium am Mittwoch mit. Zum Vergleich: Im zweiten Halbjahr 2015 kamen mehr als 15.000 Zuwanderer ins Land. Eine große Anzahl stammt aus der Russischen Föderation, vor allem aus Tschetschenien.

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Tschetschenische Flüchtlinge in Potsdam.

Quelle: dpa

Potsdam. Brandenburg hat im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 6.841 Asylsuchende registriert und aufgenommen. Das waren 1.027 Flüchtlinge mehr als im ersten Halbjahr 2015, aber 15.469 weniger als im zweiten Halbjahr 2015. Das teilte der Sprecher des Innenministeriums, Ingo Decker, am Mittwoch in Potsdam mit.

Januar: 2.757
Februar: 1.702
März: 918
April: 456
Mai: 514
Juni: 494

Der Rückgang der Zuwanderung Anfang des Jahres sei vor allem durch das Schließen der Balkanroute zu erklären, sagte Ministeriumssprecherin Susann Fischer.

Viel Zuwanderung aus der Russischen Föderation

Statt über den Balkan kommen nun die Zuwanderer aus Richtung Osten. Die weitaus überwiegende Zahl der Asylsuchenden stammt aus der Russischen Föderation, insbesondere aus Tschetschenien. Diese Flüchtlinge stellen derzeit auch die größte Bevölkerungsgruppe in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg. So stammten am 30. Juni 978 der insgesamt 1.644 Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung aus der Russischen Föderation, darunter mehr als 900 aus Tschetschenien. Am selben Tag befanden sich dort lediglich 178 bzw. 180 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan.

Über das erste Halbjahr betrachtet, stellen Asylsuchende aus der Russischen Föderation die zweitstärkste Zuwanderergruppe dar. Allein 1.592 Registrierungen in der Erstaufnahme entfielen auf diesen Staat (2015: 1.761). Aus Syrien stammten 2.873 der registrierten Flüchtlinge (2015: 13.688) und aus Afghanistan 1.523 (2015: 4.572).

215 gemeldete Abschiebungen

Abgeschoben wurden in diesem Jahr nach bisherigen Erkenntnissen des Innenministeriums mindestens 215 abgelehnte Asylbewerber. Unter den Abgeschobenen befanden sich 90 Serben, 52 Albaner und 32 Personen aus der Russischen Föderation. Diese Zahlen wurden bereits Mitte Juni bekanntgegeben. Sie beziehen sich auf den Zeitraum bis Ende Mai und auf den Angaben von 12 der insgesamt 20 kommunalen Ausländerbehörden in Brandenburg.

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Von MAZonline

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