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Brandenburg 7000 Flüchtlinge sind in Arbeit
Brandenburg 7000 Flüchtlinge sind in Arbeit
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06:20 04.09.2017
Arabische Schriftzeichen auf dem Weg zur Arbeitsagentur Quelle: dpa
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Berlin/Potsdam

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt kommt nach schwierigem Beginn langsam in Schwung. In Brandenburg und Berlin haben seit dem großen Zustrom von Flüchtlingen vor zwei Jahren insgesamt 7059 Menschen aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern eine Beschäftigung gefunden. Davon sind 5565 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. In Brandenburg arbeiten nach Angaben des Arbeitsministeriums rund 2300 Geflüchtete in Unternehmen. Sie stammen vor allem aus den acht Ländern Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan und Syrien. Insgesamt gibt es in der Region jedoch fast 40 000 Geflüchtete zwischen 15 und 65 Jahren, die für den Arbeitsmarkt in Frage kommen.

„Auf dem richtigen Weg“

„Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir werden weitere Anstrengungen unternehmen müssen, mehr Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesanstalt für Arbeit, Bernd Becking. Die Voraussetzungen seien sehr unterschiedlich. Es seien auch viele Flüchtlinge dabei, die keinen regelmäßigen Schulbesuch und keine Abschlüsse vorzuweisen hätten. Da sei mehr Zeit nötig. Der Geschäftsführer der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg, Alexander Schirp sagte, der Weg, um Geflüchtete und Zuwanderer für das Berufsleben fit zu machen, sei noch weit. Ziel sei es, möglichst jedem talentierten jungen Menschen ein Angebot zu machen – unabhängig von der Herkunft.

Doch die Tendenzen seien positiv:„Die Flüchtlinge kommen ganz klar am Arbeitsmarkt an“, sagte der Leiter der Regionaldirektion der Bundesanstalt für Arbeit, Bernd Becking. Seit Januar 2017 nahmen in Brandenburg 988 und in Berlin 1480 Geflüchtete eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt auf. Die meisten kämen im Gastgewerbe (18 Prozent) sowie im Wachschutz/Gebäudereinigung (15 Prozent) und im Handel (10 Prozent) unter.

Gute Sprachkenntnisse und hochmotiviert

Becking betonte, zahlreiche junge Geflüchtete kämen mittlerweile mit guten Sprachkenntnisse aus den Sprachkursen und wollten hochmotiviert eine Ausbildung beginnen. In Berlin seien dies jetzt bereits mehr als 1100 Bewerber, in Brandenburg etwa 350.

Brandenburg bietet inzwischen ein eigenes Landesprogramm mit Deutschkursen für Geflüchtete an, die noch nicht an den offiziellen Integrationskursen teilnehmen dürfen, teilte Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt mit.

Über 11.000 Arbeitssuchende mit Fluchthintergrund

In Brandenburg stieg zwischen Juni 2016 und Juli 2017 die Zahl der Arbeitsuchenden mit Fluchthintergrund von 8442 um rund 3000 auf 11 441 Personen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen mit Fluchthintergrund von 4037 um rund 130 auf 4164. Hartwig-Tiedt sagte, es sei gut, dass immer mehr Betriebe mittlerweile auch gezielt auf Geflüchtete zugehen und ihnen Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten anböten.

In Cottbus berät seit August dieses Jahres eine neue Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration (Kausa) Selbstständige, Jugendliche und Eltern mit Migrationshintergrund sowie junge Flüchtlinge zur beruflichen Bildung. Der Service wird gefördert über das Bundesbildungsministerium, den Europäischen Sozialfonds und das Land.

Von Igor Göldner

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