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Brandenburg ADAC warnt vor Hitzeschäden – Blow-Ups auch in Brandenburg?
Brandenburg ADAC warnt vor Hitzeschäden – Blow-Ups auch in Brandenburg?
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11:29 01.08.2018
Hitzeflimmern auf der Autobahn bei Michendorf: Der Asphalt beginnt in Brandenburg bei hohen Temperaturen zu schwitzen. Quelle: Julian Stähle/dpa
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Potsdam

Die Rekordhitze dieser Tage setzt nicht nur Mensch und Tier stark zu. Auch die Straßen im Land leiden immer wieder unter Schäden, die durch die hohen Temperaturen hervorgerufen werden. Zur Gefahr können vor allem sogenannte Blow-ups werden, von denen insbesondere Straßen aus Beton betroffen sind. Bei hohen Temperaturen können sich die Betonplatten so stark ausdehnen, dass sich die Fahrbahn aufwölbt. Der ADAC warnt deshalb bei Hitze zu Achtsamkeit vor allem auf Autobahnen.

In Brandenburg gab es in diesem Sommer bislang noch keinen dieser sogenannten Blow-Ups an Betonfahrbahnen, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebes für Straßenwesen der MAZ. Viele Straßen mit älteren Asphaltdecken bekämen allerdings Probleme mit der Hitze. An vielen Stellen begännen Teile des Asphalts zu „schwitzen“ und würden flüssig. „Die Straßenmeistereien rücken dann aus und streuen Split“, sagte die Sprecherin, wie etwa auf einer Kreisstraße in der Prignitz. Auch in Freyenstein im Landkreis Ostprignitz-Ruppin löste sich am Sonnabend die Asphaltdecke aufgrund der Wärme.

A10 wölbte sich auf – bis zu zehn Zentimeter

Dass auch Brandenburg allerdings nicht vor Blow-ups gefeit ist, zeigt ein Zwischenfall aus dem Frühjahr. Ende Mai hatten Autofahrer auf der A10 bei Birkenwerder (Landkreis Oberhavel) mehrere Tage lang Behinderungen hinnehmen müssen, weil sich die Autobahn dort bis zu zehn Zentimeter aufgewölbt hatte.

„Blow-up“: Aufgeplatzte Autobahnen

Der ADAC warnt: Auf Autobahnen, aber auch Landstraßen können bei enormer Hitze Dellen entstehen. “Wer als Auto- oder Motorradfahrer eine solche Anhebung der Fahrbahn zu spät bemerkt und mit hoher Geschwindigkeit darüber hinwegfährt, kann durch den Sprungschanzen-Effekt schlimmstenfalls die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren.“ Verkehrsteilnehmer sollten besonders vorsichtig und mit größerem Sicherheitsabstand fahren.

Bereits vor zwei Jahren machte die Hitze den Straßen in Brandenburg ordentlich zu schaffen. Auf Autobahnen bereiteten vor allem Abschnitte vor Brücken Probleme, wo die Fahrbahn von Beton auf Asphaltbelag wechselt. Hier kam es oft zu Wölbungen, die schnell abgefräst werden müssten. Auf Bundes- und Landstraßen macht indes die Sonne den Asphaltdecken zu schaffen, die durch Hitze klebrig werden.

Probleme schon 2015

Im Jahr 2015 waren die Schäden enorm. Fahrbahnen wölbten sich an mehreren Stellen auf. Am schlimmsten traf es den westlichen Berliner Ring bei Potsdam-Nord in Richtung Berlin-Spandau. Dort ragte der Asphalt an einer Stelle bis zu 20 Zentimeter in die Höhe.

Von MAZ-Online

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