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ASB will Sterbenskranken Wünsche erfüllen

Wünschwagen sucht Helfer ASB will Sterbenskranken Wünsche erfüllen

Einmal noch das Meer sehen: Im Sommer soll in Brandenburg ein Wünschewagen auf Tour gehen. Er soll Sterbenskranken einen letzten Wunsch, eine letzte Reise erfüllen. Ein Besuch in der Heimat, ein Treffen mit alten Freunden. Ein ehrgeiziges Projekt – es soll kostenlos sein und aus Spenden und von Ehrenamtlern getragen werden.

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Das Wünschemobil bringt Todkranke an Sehnsuchtsorte

Quelle: ASB Ruhr e.V.

Potsdam. Es war ein Tag, schreibt Enkelin Anika hinterher, den sie nie vergessen werde. „Ich weiß, dass wir Opa sehr glücklich gemacht haben und ihm für einen Tag die schweren Gedanken nehmen konnten.“ Anikas Opa Klaus ist schwer krank, er leidet an einem Hirntumor. Sein letzter Wunsch: Einmal noch ins Stadion, den FC sehen. Im März ging der Wunsch des 76jährigen Köln-Fans in Erfüllung. Er konnte mit seiner Familie bei der Partie gegen Schalke mitfiebern und in der Halbzeit sogar sein großes Fußball-Idol treffen – Torwartlegende Toni Schumacher.

Möglich wurde dieser Ausflug durch den Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Ein umgebauter Krankenwagen, der Schwerstkranke noch einmal an ihre Sehnsuchtsorte bringt: ans Meer, in die alte Heimat, zu einem Konzert. Und zwar kostenlos, auch über Landesgrenzen hinweg und für mehrere Tage. In Nordrhein-Westfalen ist das Mobil seit knapp zwei Jahren unterwegs, nun soll auch in Brandenburg ein Wünschewagen auf Tour gehen.

Anspruchsvollstes Projekt seit der Wende

„Wir sind gerade dabei, einen Pool an Ehrenamtlichen aufzubauen und Sponsoren zu finden“, erklärt Cindy Schönknecht, Sprecherin des ASB-Brandenburg. Es sei das wohl anspruchsvollste Ehrenamtsprojekt seit der Wiedergründung des Verbands vor 26 Jahren. Denn zum einen ist das Erfüllen der Wünsche ein logistischer Kraftakt, zum anderen soll sich das Projekt ausschließlich aus Spenden finanzieren.

Bevor ein Schwerstkranker auf Tour gehen kann, müssen rechtliche Fragen geklärt werden, der Arzt muss sein Okay geben. „Da steckt viel Bürokratie dahinter“, so Schönknecht. Aber das müsse so sein. „Es handelt sich schließlich um todkranke Menschen, sie müssen entsprechend betreut werden.“ Deswegen sucht der Verband nicht nur Unterstützer für die Reisevorbereitungen. „Wir benötigen auch Helfer mit Fachkenntnissen“, so Schönknecht.

Helfer müssen geschult werden

Sanitäter, Rettungsassistenten, Pflegerinnen, Ärzte. An die Helfer werden hohe Anforderungen gestellt, deswegen werden sie speziell geschult. „Sie sind mit dem Tod konfrontiert, müssen mit der Technik des Wagens vertraut gemacht werden“, erklärt die ASB-Sprecherin.

Das Auto – ein Mercedes-Sprinter – gibt es schon. Er wird derzeit bei einer Spezialfirma in Schönebeck (Sachsen-Anhalt) umgebaut. Der Wagen bekommt Panoramafenster und eine medizinische Ausrüstung, die jedoch weitgehend unsichtbar sein soll. „Es soll nicht nach Krankenwagen aussehen“, erklärt Cindy Schönknecht. „Unsere Fahrgäste sollen die Tour genießen.“

Einsatzbereit im Sommer

Im Sommer, der genaue Termin steht noch nicht fest, soll das Mobil einsatzbereit sein. Bis dahin kann das ASB-Team noch keine Wünsche annehmen. „Wir wollen niemanden enttäuschen“, erklärt Cindy Schönknecht. „Für uns steht jetzt im Vordergrund, dass wir das Projekt finanziell und personell in Brandenburg auf die Beine bekommen.“

Wer das Projekt unterstützen will, kann sich beim Arbeiter-Samariter-Bund Brandenburg melden:

ASB Landesverband Brandenburg
Projekt Wünschewagen
Försterweg 1
14482 Potsdam
Telefon: 0331/6205360
mail@asb-lv-bbg.de

Spendenkonto:

Kontoinhaber: ASB-LV Brandenburg e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE 91 1002 0500 0003 5454 21
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Wünschewagen

Von Torsten Gellner

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