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Ab Montag Warnstreiks in Brandenburg

Kampf um mehr Lohn Ab Montag Warnstreiks in Brandenburg

Die Gewerkschaften machen ernst: Ab kommendem Montag soll es in der Region die ersten Warnstreiks für eine bessere Entlohnung im öffentlichen Dienst geben. In Frankfurt (Oder) werden das Rathaus und das Jobcenter bestreikt. In den darauffolgenden Tagen sind Aktionen in Potsdam, Neuruppin und Oranienburg geplant.

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Die Zeichen bei Verdi stehen auf Streik.

Quelle: dpa

Potsdam. Im Streit um eine bessere Entlohnung im öffentlichen Dienst wird es am kommenden Montag in der Region zu ersten Warnstreiks kommen. Berliner und Brandenburger müssen sich auf Einschränkungen in den Verwaltungen, bei kommunalen Kitas und anderen Bereichen einstellen, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. In Frankfurt (Oder) seien Dienststellen zum Warnstreik aufgerufen, darunter die Stadtverwaltung, Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit. Vor dem Rathaus ist eine Kundgebung geplant.

In den folgenden Tagen soll es zu Streikversammlungen in Potsdam, Cottbus, Prenzlau, Neuruppin, Oranienburg und Berlin kommen. Nähere Einzelheiten würden veröffentlicht, sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, hieß es.

Verdi verweist auf „gute Kassenlage“

„In diesem Jahr ist die Kassenlage der öffentlichen Hand so gut wie seit Jahrzehnten nicht. Hier wäre endlich Gelegenheit, die Bezahlung des öffentlichen Dienstes auf das Niveau anderer Branchen anzuheben. Stattdessen bieten die Arbeitgeber Nullmonate und eine Anhebung, die noch nicht einmal die Inflation ausgleichen wird“, sagte Verdi-Landeschefin Susanne Stumpenhusen. Angesichts dieser Situation erklärten täglich mehr Betroffene ihre Streikbereitschaft. Die Streikaktionen sollen sich über zwei Wochen hinziehen.

In Berlin soll außerdem bei den Bäderbetrieben, dem Klinikkonzern Vivantes und der Charité die Arbeit zum Teil niedergelegt werden. An den Krankenhäusern sei die Stimmung besonders schlecht. Die Gewerkschaft beklagt Personalmangel und „zu viele ungelöste Probleme“.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Am vergangenen Dienstag war die zweite Runde der Verhandlungen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes in Potsdam gescheitert. Bund und Kommunen hatten eine Lohnerhöhung von drei Prozent für zwei Jahre angeboten. Verdi-Bundeschef Frank Bsirske sprach daraufhin von einem „Akt der Missachtung, ein Akt der Geringschätzung, ein Akt der Ignoranz der Leistungen des öffentlichen Diensts. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn und wollen außerdem Einschnitte bei der betrieblichen Altersvorsorge verhindern.

Von Torsten Gellner

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