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Brandenburg Abi-Panne „darf sich auf keinen Fall wiederholen“
Brandenburg Abi-Panne „darf sich auf keinen Fall wiederholen“
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14:34 17.05.2017
Günter Baaske. Quelle: dpa
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Potsdam

Bildungsminister Günter Baaske musste sich am Mittwoch im Brandenburger Landtag den Fragen der Abgeordneten zur Abi-Panne stellen. „Das darf sich auf keinen Fall wiederholen“, sagte Baaske zu dem Umstand, dass beim diesjährigen Mathe-Abitur Aufgaben gestellt wurden, die an zahlreichen Schulen nicht gelehrt wurden. Experten der Uni-Potsdam sollen nun klären, wie es dazu kommen konnte. Die betroffenen Schüler können das Mathe-Abi am 12. Juni wiederholen, und zwar freiwillig und auf Antrag.

Baaske trat Befürchtungen entgegen, durch den Nachschreibetermin seien die Zeugnisübergabe und Abi-Bälle in Gefahr. „Ich habe heute morgen mit vier Schulleitern gesprochen, die haben mir bestätigt, dass es schaffbar ist“, sagte er. Der 12. Juni sei ohnehin regulärer Nachschreibetermin. Abi-Bälle fänden in der Regel am 30. Juni statt. Deswegen sei ausreichend Zeit, die Aufgaben zu korrigieren.

Neue Details lieferte Baaske zur Zahl der betroffenen Schulen. Nach einer Erhebung bei den 137 Gymnasien und Schulen mit gymnasialer Oberstufe teilten 77 mit, dass sie den fraglichen Abi-Stoff, der Teil des Lehrplans ist, auch tatsächlich behandelt hätten. 60 antworteten mit einem „ja, aber“. Das heißt: Sie haben die fragliche Logarithmus-Funktionen nicht vermittelt, oder aber nur teilweise. Es kam also vor, dass an einigen Schulen in einem Leistungskurs der Lehrplan voll vermittelt, in anderen Leistungskursen nur teilweise vermittelt wurde.

Doch mit den Einlassungen des Ministers waren die Abgeordneten längst nicht zufrieden. Unüblich bei der kurzen Fragestunde standen Abgeordnete für Nachfragen zur Abi-Panne regelrecht Schlange. CDU-Mann Henryk Wichmann wollte wissen, wer die Verantwortung für die Misere trage. Dazu wollte sich Baaske nicht äußern, solange keine Ergebnisse der Expertenkommission vorliegen.

Die Linkenabgeordnete Kathrin Dannenberg warnte davor, die Debatte dafür nutzen zu wollen, die Schüler politisch zu instrumentalisieren. Sie kritisierte jedoch auch die Entscheidung des Ministeriums, dass die Schüler nicht erfahren sollen, wie sie in Mathe bei der Prüfung am 3. Mai abgeschnitten haben. Dies sei eine wichtige Grundlage vor einem etwaigen Antrag auf eine Prüfungswiederholung. Baaske hielt dagegen, dass dies aus Gründen der Rechtssicherheit nicht anders zu regeln wäre. Andernfalls würden Schüler in anderen Fächern benachteiligt. „Nach Rücksprache mit den Experten im Ministerium ist das Verfahren fair, transparent und rechtssicher“, sagte Baaske.

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Von Torsten Gellner

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