Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Ägyptische Studentin überfahren und verhöhnt

Vorwurf der Volksverhetzung Ägyptische Studentin überfahren und verhöhnt

Eine junge Studentin aus Ägypten ist Mitte April in Cottbus überfahren worden und erlag wenige Tage später ihren schweren Verletzungen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung, denn die Beifahrer sollen das Opfer rassistisch beschimpft haben. Ministerin Martina Münch (SPD) spricht von einer „Schande“.

Voriger Artikel
Revision abgelehnt: Silvio S. kommt nicht vorzeitig frei
Nächster Artikel
Zum 1. Mai gehen die Temperaturen rauf


Quelle: dpa

Cottbus. Nach einem Autounfall in Cottbus, bei dem Mitte April eine ägyptischen Gast-Studentin getötet worden ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen angeblicher ausländerfeindlicher Sprüche. Diese sollen gegen die bei dem Unfall zunächst verletzte Frau gefallen sein, die wenige Tage später starb. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung und Beleidigung eingeleitet worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus, Petra Hertwig. Dieses richte sich zunächst gegen unbekannt.

Es müsse noch geprüft werden, wer genau die Äußerungen getätigt habe und ob es sich dabei um Mitfahrer des betroffenen Autofahrers gehandelt habe. Dies hätten Zeugen ausgesagt. „Es werden weitere Zeugen vernommen“, sagte Hertwig am Donnerstag. Unter anderem kämen diese aus der Gruppe, mit der die Studentin kurz vor dem Unfall unterwegs war.

Die Studentin wurde vor der Cottbusser Stadthalle von einem Auto erfasst

Die Studentin wurde vor der Cottbusser Stadthalle von einem Auto erfasst.

Quelle: dpa

In der Nacht zu Karsamstag war die 22-Jährige in der Cottbuser Innenstadt plötzlich auf eine Straße getreten, wo ein Auto entlang fuhr. Der 20 Jahre alte Fahrer aus Sachsen erfasste die junge Frau. Sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus und erlag dort drei Tage später ihren Verletzungen.

Eine Zeugin hatte laut einem Artikel der „Lausitzer Rundschau“ berichtet, dass Autoinsassen die Verletzte nach dem Unfall mit fremdenfeindlichen Parolen wüst beleidigt hätten. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf.

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) hat am Donnerstag eine schnellstmögliche Aufklärung gefordert. „Dass eine junge, tödlich verletzte Frau mitten in Cottbus nach einem Unfall noch fremdenfeindlich und rassistisch beleidigt wird, ist unfassbar und abscheulich“, sagte Münch am Donnerstag in einer Mitteilung. „Wenn die Vorwürfe so zutreffen, ist dieser Vorfall eine Schande.“

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Was ist Ihr Sommerhit?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg