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Brandenburg Ägyptische Studentin überfahren und verhöhnt
Brandenburg Ägyptische Studentin überfahren und verhöhnt
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15:17 27.04.2017
Quelle: dpa
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Cottbus

Nach einem Autounfall in Cottbus, bei dem Mitte April eine ägyptischen Gast-Studentin getötet worden ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen angeblicher ausländerfeindlicher Sprüche. Diese sollen gegen die bei dem Unfall zunächst verletzte Frau gefallen sein, die wenige Tage später starb. Es sei ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung und Beleidigung eingeleitet worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Cottbus, Petra Hertwig. Dieses richte sich zunächst gegen unbekannt.

Es müsse noch geprüft werden, wer genau die Äußerungen getätigt habe und ob es sich dabei um Mitfahrer des betroffenen Autofahrers gehandelt habe. Dies hätten Zeugen ausgesagt. „Es werden weitere Zeugen vernommen“, sagte Hertwig am Donnerstag. Unter anderem kämen diese aus der Gruppe, mit der die Studentin kurz vor dem Unfall unterwegs war.

Die Studentin wurde vor der Cottbusser Stadthalle von einem Auto erfasst. Quelle: dpa

In der Nacht zu Karsamstag war die 22-Jährige in der Cottbuser Innenstadt plötzlich auf eine Straße getreten, wo ein Auto entlang fuhr. Der 20 Jahre alte Fahrer aus Sachsen erfasste die junge Frau. Sie kam schwer verletzt ins Krankenhaus und erlag dort drei Tage später ihren Verletzungen.

Eine Zeugin hatte laut einem Artikel der „Lausitzer Rundschau“ berichtet, dass Autoinsassen die Verletzte nach dem Unfall mit fremdenfeindlichen Parolen wüst beleidigt hätten. Daraufhin nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf.

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) hat am Donnerstag eine schnellstmögliche Aufklärung gefordert. „Dass eine junge, tödlich verletzte Frau mitten in Cottbus nach einem Unfall noch fremdenfeindlich und rassistisch beleidigt wird, ist unfassbar und abscheulich“, sagte Münch am Donnerstag in einer Mitteilung. „Wenn die Vorwürfe so zutreffen, ist dieser Vorfall eine Schande.“

Von MAZonline

Der Mörder von Elias (6) und Mohamed (4) muss für mindestens 25 Jahre im Gefängnis bleiben. Der Bundesgerichtshof in Leipzig hat den Revisionsantrag der Verteidiger von Silvio S. am Donnerstag abgewiesen. Die besondere Schwere der Schuld ist damit von höchster Strafgerichts-Instanz bestätigt – und eine vorzeitige Entlassung damit ausgeschlossen.

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