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AfD-Büro in Ludwigsfelde attackiert

Angriffsserie AfD-Büro in Ludwigsfelde attackiert

Die Angriffsserie auf Politiker der Alternative für Deutschland reißt nicht ab. Nachdem in der vergangenen Woche selbst Brandenburgs AfD-Chef Gauland zum Opfer wurde, haben Unbekannte nun das Bürgerbüro der Parlamentarischen Geschäftsführerin der AfD-Landtagsfraktion attackiert. Die verurteilt die Taten – und hat eine klare Entscheidung für sich getroffen.

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Bessin-Referent Dietmar Ertel sichert das Büro.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Auf das Bürgerbüro der Parlamentarischen Geschäftsführerin der AfD-Landtagsfraktion, Birgit Bessin, ist in der Nacht zum Mittwoch ein Anschlag verübt worden. Bisher Unbekannte haben die Glasfassade des Gebäudes in Ludwigsfelde mit einem Stein eingeworfen. Das Bürgerbüro, das direkt an einer Hauptverkehrsstraße liegt, wurde mit einem Absperrband gesichert.

Es ist nicht der erste Anschlag auf Brandenburgs AfD-Abgeordnete. Allein in der vergangenen Woche war das Wohnhaus des brandenburgischen AfD-Chefs Alexander Gauland und das Bürgerbüro des Abgeordneten Sven Schröder attackiert worden. Die AfD selbst spricht von einer Serie. Mit „systematischen Terror“ werde versucht, „eine politische Meinung zum Schweigen zu bringen“, sagt Birgit Bessin.

Ein Stein zerstörte die Scheibe des Bürgerbüros

Ein Stein zerstörte die Scheibe des Bürgerbüros.

Quelle: privat

Bessin verurteilt die Taten

Die Politikerin verurteilt die Taten und wird sich nach eigenen Aussagen davon nicht einschüchtern lassen. „Was für Zustände herrschen in unserem Land, wenn die Wohnanschriften von politischen Gegnern im Internet veröffentlicht werden, wenn Drohungen und Einschüchterungen zum Alltag gehören, wenn Bürgerbüros und Parteiveranstaltungen regelmäßig und gewalttätig attackiert werden“, fragt sie.

AfD-Politikerin Birgit Bessin wurde in Ludwigsfelde zur Zielscheibe

AfD-Politikerin Birgit Bessin wurde in Ludwigsfelde zur Zielscheibe. Das Bild ziert in überdimensionaler Größe das Bürgerbüro.

Quelle: privat

AfD veröffentlicht Klarnamen eines Gegners

Die AfD selbst hatte allerdings erst kürzlich nach einer politischen Torten-Aktion, bei der ein Clown unter anderem Berlins AfD-Chefin Beatrix von Storch eine Torte ins Gesicht drückte, selbst noch die politischen Gegner öffentlich im Internet an den Pranger gestellt. Von Storch veröffentlichte auf ihrer Internet-Facebookseite nach der Attacke ein Foto des Täters inklusive seines vollen Namens. Der Angreifer soll bereits wenige Stunden danach Morddrohungen aus der rechten Szene erhalten haben. Eifrige Facebook-Nutzer fanden über den Klarnamen auch die Telefonnummer und die Adresse des „Clowns“ heraus – und stellten die Daten öffentlichkeitswirksam hinzu.

Linke Aktivisten leaken AfD-Parteitag-Teilnehmerliste

Ein anderes Ausmaß erreichten vor wenigen Tagen linke Aktivisten, die auf dem Portal Indymedia eine Teilnehmerliste des AfD-Parteitages veröffentlichten. Mehr als 2000 Namen stehen auf der Liste - die fast aller Teilnehmer. Doch nicht nur das: Daneben steht die private Anschrift, das Geburtsdatum, die E-Mail-Adresse, die Telefon- und die Parteimitgliedsnummer. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden sie nach Orten geordnet. Unter den Mitgliedern der AfD hat das für Unruhe gesorgt, es könnten „kollektive Hausbesuche“ drohen, so AfD-Vorstand Jörg Meuthen. Der kündigte nach Bekanntwerden der Veröffentlichung zugleich strafrechtliche Schritte an.

Von MAZonline

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