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AfD vor Zäsur: Wer kommt nach Gauland?

Brandenburg nach der Bundestagswahl AfD vor Zäsur: Wer kommt nach Gauland?

Brandenburgs AfD muss nach Alexander Gaulands Einzug in den Bundestag künftig ohne ihren bisherigen Fraktionschef auskommen. Der Weg dürfte nun frei sein für den 44-jährigen Andreas Kalbitz. Zu Spannungen könnte Gaulands Nachrücker in der Fraktion sorgen.

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Andreas Kalbitz (44) gilt als strammer Rechtsaußen.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach ihrem Einzug in den Bundestag steht Brandenburgs AfD vor einer Zäsur: Sie muss künftig ohne ihren bisherigen Fraktionschef Alexander Gauland auskommen. Der 76-jährige Parteigründer, der Spitzenkandidat in Brandenburg war, holte wie erwartet das Bundestagsmandat und wird nach Berlin wechseln. Sein Landtagsmandat wird er niederlegen.

Der Weg dürfte nun frei sein für den 44-jährigen Andreas Kalbitz, der sein Stellvertreter in der Fraktion ist. Er gilt als Gaulands Kronprinz. Den Landesvorsitz hatte der Medienkaufmann und Ex-Bundeswehr-Fallschirmjäger von Gauland bereits im April auf einem Parteitag in Frankfurt (Oder) übernommen.

Gaulands Nachrücker könnte für Ärger sorgen

Kalbitz stammt aus München, war einst Mitglied der CSU und der Republikaner und gilt als strammer Rechtsaußen. Er ist mit einer Britin verheiratet. Das Ehepaar hat drei Kinder. In der Partei, aber auch in der Fraktion war er anfangs nicht unumstritten. Mithilfe Gaulands konnte er seine Machtposition weiter stärken. Offen ist, ob er auch die integrative Kraft hat, die AfD zusammenzuhalten. In der Vergangenheit hatten interne Streitereien für heftige Zerwürfnisse gesorgt. In solchen Fällen war es allein Gauland, der die Truppe wieder auf Kurs brachte. Kalbitz selbst langt auch gern zu. Bei einer Sitzung des Landtags nannte er im Dezember 2016 im Disput einen CDU-Politiker „Goebbels für Arme“, woraufhin Kalbitz des Saals verwiesen wurde.

Zu Spannungen könnte Gaulands Nachrücker in der Fraktion sorgen: der Uckermärker AfD-Kreischef Jan-Ulrich Weiß. Den wollte Gauland 2015 wegen einer antisemitischen Karikatur bei Facebook aus der Partei ausschließen lassen. Das sei „Stürmer-Niveau“, meinte damals Gauland, scheiterte aber vor den Parteigerichten. Ein Amtsgericht sprach Weiß vom Vorwurf der Volksverhetzung frei. Gauland hat inzwischen, wie er sagte, seinen Frieden mit Weiß gemacht.

Von Igor Göldner

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