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Brandenburg Aktivistin verrät ihren Namen und kommt frei
Brandenburg Aktivistin verrät ihren Namen und kommt frei
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11:41 15.06.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
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Cottbus

Eine verurteilte Braunkohle-Gegnerin, die ihren Namen vor Gericht nicht nennen wollte, hat nun doch gesagt, wer sie ist. Wie ein Sprecher des Amtsgerichts Cottbus am Mittwoch mitteilte, habe die 19-Jährige am Dienstagabend Namen und Anschrift verraten. Das zuständige Einwohnermeldeamt in Süddeutschland bestätigte ihre Angaben, hieß es. Daraufhin hob das Amtsgericht den Haftbefehl, die Frau durfte die U-Haft verlassen.

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Die Tagebau-Besetzung von Braunkohle-Gegnern zu Pfingsten hat ein Nachspiel. Am Freitag musste die Polizeispitze zum Innenminister zum Rapport. Auch der Landtag wird sich mit den Chaos-Bildern befassen.

Die 19-Jährige war am vergangene Woche zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts bei einer Gleisblockade im Lausitzer Braunkohlerevier an Pfingsten einen Polizisten verletzt hatte. Gegen das Urteil hatte sie Berufung eingelegt. Schon bei ihrer Festnahme vor einem Monat hatte sie ihre Personalien verschwiegen. Wegen Fluchtgefahr kam sie in U-Haft.

Um die Frau auf der Anklagebank zu identifizieren, hatte das Gericht zum Abgleich Fotos genutzt, die nach der Festnahme gemacht worden waren. Zudem bestätigten zwei Polizisten, dass es sich um die Richtige handele. Die junge Frau war wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verurteilt worden.

Von dpa

Mit enormen Sicherheitsvorkehrungen hat am Dienstag vor dem Landgericht der Prozess gegen Silvio S. begonnen. Er soll die Jungen Elias (6) und Mohamed getötet haben. Die MAZ ist mit mehreren Reportern vor Ort gewesen und hat den Prozessauftakt beobachtet. Wir haben alle wichtigen Informationen zum ersten Prozesstag zusammengefasst.

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Elias Prozessauftakt gegen Silvio S. in Potsdam - Beistand aus dem Internet für Elias’ Familie

Plattformen wie Facebook spielten bei der Suche nach Elias eine wichtige Rolle. Auch zum Prozessauftakt war die Unterstützung für die Familie des getöteten Jungen im Internet groß. Einige Freiwillige, die bei der Suche nach Elias geholfen hatten, kamen am Dienstag persönlich zum Potsdamer Landgericht.

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Sie war die erste Zeugin: Anita S., die Mutter des getöteten Elias (6) aus Potsdam, traf am Dienstag zum Prozessauftakt auf den mutmaßlichen Mörder ihres Kindes. Die 26-Jährige schaute Silvio S. nicht an – sondern erzählte tapfer von dem Tag, als Elias verschwand.

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