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Brandenburg Alyssas Mörder ist rechtskräftig verurteilt
Brandenburg Alyssas Mörder ist rechtskräftig verurteilt
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14:17 22.06.2016
Der Angeklagte verbirgt sein Gesicht hinter einem Aktenordner Quelle: MAZ
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Leipzig/Eichwalde

Chat mit tödlichem Ausgang: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil zum Mord an der 14-jährigen Alyssa aus Eichwalde bestätigt. Der 5. Strafsenat des BGH in Leipzig verwarf am Mittwoch die Revision des Mörders. Weil er seine Chat-Freundin mit 78 Messerstichen tötete, war der zur Tatzeit 20 Jahre alte Maurice M. im vergangenen Jahr zu dreizehneinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden.

In unserem MAZ-Spezial haben wir alle wichtigen Informationen zu dem Mordfall und dem Prozess zusammengefasst: www.MAZ-online.de/alyssa

An der Stelle, an der Alyssa im November 2013 ermordet wurde, erinnert nun ein Gedenkstein an die 14-Jährige. Quelle: Gerlinde Irmscher

Das Landgericht Cottbus hatte dazu eine besondere Schwere der Schuld festgestellt - dies aber aus Sicht des Angeklagten nicht genug begründet. Nur bei einer besonderen Schwere der Tat darf die im Jugendstrafrecht vorgesehene Höchststrafe von 10 Jahren überschritten werden.

Aus enttäuschter Liebe wurde Alyssa brutal ermordet

„Wenn in diesem Fall nicht eine besondere Schwere vorgelegen hat, wann hätte das sonst sein sollen“, sagte der Vorsitzende Richter Günther Sander. Das Landgericht Cottbus habe das auch ausreichend begründet. Der zur Tatzeit 20-Jährige hatte die 14-Jährige im November 2013 getötet, weil er wütend darüber war, dass sie keine Liebesbeziehung mit ihm eingehen wollte. Die Jugendliche aus Eichwalde und der junge Mann aus Lohmar in Nordrhein-Westfalen hatten sich über das Internet kennengelernt.

Die Eltern des getöteten Mädchens zeigten sich in einer ersten Reaktion nach dem Richterspruch erleichtert. Nun herrsche endlich Gewissheit, sagte die Mutter.

Von Christian Meyer

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