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BER-Pleite: Jetzt soll die 6-Tage-Woche helfen

Geplanter Hauptstadtflughafen in Schönefeld BER-Pleite: Jetzt soll die 6-Tage-Woche helfen

Schon wieder hinkt der BER-Zeitplan hinterher. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld ist zuversichtlich, dass der BER 2017 in Betrieb geht. Aber offenbar wird er nervös: Jetzt hat er seine Mitarbeiter dazu verdonnert, länger zu arbeiten. Immerhin: Die falsch belegten Kabeltrassen sind jetzt fast fertig repariert. Für den Rest des Airports gilt das aber noch lange nicht.

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Herbstristesse am BER.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Angesichts schmelzender Zeitpuffer wird das Tempo auf der Baustelle für den geplanten Hauptstadtflughafen BER erhöht. In einigen Bereichen gelte nun eine Sechs-Tage-Woche und die Regelarbeitszeit der Objektüberwacher sei erhöht worden, teilte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Montag in seinem monatlichen „Politikbrief“ mit. Nach wie vor liege das Projekt drei bis vier Monate hinter dem Zeitplan vom Dezember 2014. Er sieht vor, dass der Flughafen nach vier geplatzten Eröffnungsterminen im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb geht. „Um unser Ziel zu erreichen, beschleunigen wir die Arbeiten, wo wir können“, versicherte Mühlenfeld.

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2006 wurde das Projekt „Hauptstadtflughafen“ in Schönefeld mit einem Spatenstich offiziell eröffnet. Geplant wird der Flughafen aber schon länger – bereits 1991 gründete sich eine Berlin Brandenburg Flughafen Holding. In der Bildergalerie zeigen wir, wie sich der BER von einem hoffnungsvollen Vorzeigeprojekt zu einer Pleitenummer entwickelt hat.

Zur Bildergalerie

Insgesamt sind bislang 53 Prozent der sogenannten Meilensteine auf dem Weg zur Eröffnung erreicht. Vor allem die aufwendige Sanierung der falsch und überbelegten Kabeltrassen stehe nun kurz vor dem Abschluss. 40 Kilometer mechanische Kabeltrassen und Kabeltragsysteme wurden in den Doppeldecken neu installiert, teilte Mühlenfeld mit. Insgesamt wurden rund 5500 Kilometer Kabel neu verlegt.

Im September wurde ein Baustopp verhängt

Bei den Brandschutzmängeln, der Hauptgrund für die mehrfach verschobene Eröffnung, hakt es aber weiterhin: Erst 60 Prozent der Probleme sind hier abgearbeitet.

Im September war auf der BER-Baustelle ein Baustopp verhängt worden. Das Dach des Terminals sei einsturzgefährdet, begründete die Bauaufsicht ihre Entscheidung. Erst rund 10 Tage später konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden – und das auch nur unter Auflagen.

Von MAZonline

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