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Brandenburg Deshalb sprengt die Polizei regelmäßig Munition im Grunewald
Brandenburg Deshalb sprengt die Polizei regelmäßig Munition im Grunewald
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06:03 20.03.2019
Eine Kiste mit Munition auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Potsdam

Autofahrer müssen in den kommenden vier Wochen immer am Mittwochmorgen mit Behinderungen auf der Autobahn 115 zwischen den Anschlussstellen Berlin-Hüttenweg und Spanische Allee rechnen. Nach Polizeiangaben wird auf dem Sprengplatz Grunewald jeweils gegen 10 Uhr im großen Stil Munition vernichtet. Die Autobahn werde jeweils für etwa eine Viertelstunde dicht gemacht, hieß es. Weitere Termine sind der 27. März, der 3. und der 10. April.

Es handelt sich bei der Munition um in Berlin geborgene Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg, teilte die Polizei auf MAZ-Anfrage mit. Geplant sei die Vernichtung von 1574 Kilogramm Explosivmaterial. Der Sicherheitsradius rund um den Sprengplatz beträgt 1000 Meter.

Neben der A115 wird auch der parallel zur Autobahn verlaufende Kronprinzessinnenweg für Radfahrer gesperrt. Die an die Autobahn angrenzende Hundeschule des Entertainers Martin Rütter muss laut Polizei nicht geräumt werden.

Zugverkehr ist nicht betroffen

Neben einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei, die die Sperrung überwacht, sind auch Bundespolizisten im Einsatz, sie sollen die Bahngleise neben der Autobahn sichern. Der Zugverkehr selbst wird nicht unterbrochen. Um die eigentliche Sprengung kümmern sich die Polizei-Feuerwerker vom Kampfmittelräumdienst.

In einigen Bundesländern sind die Entschärfer nicht der Polizei zugeordnet, sondern der Feuerwehr oder der Bezirksregierung. In Thüringen, Hessen und Bayern beauftragt der Staat private Unternehmen mit dem brisanten Job. Der Sprengplatz im Grunewald ist der einzige seiner Art in Berlin.

Von Thorsten Keller

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