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Angeklagter weiter auf der Flucht

Pyrotechniker mit Wahnvorstellungen Angeklagter weiter auf der Flucht

Ein psychisch kranker Mann ist am Dienstag aus einem Berliner Gefängnis geflohen. Der Angeklagte sollte sich vor Gericht verantworten, weil er illegal Sprengstoff gelagert hat. Er konnte jedoch kurz vor dem Prozess entkommen.

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"Krankenhaus des Maßregelvollzugs": Eingang zur Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin-Reinickendorf.

Quelle: dpa

Potsdam. Ein psychisch kranker Angeklagter aus Berlin ist weiter auf der Flucht. Nach dem 39-Jährigen werde nach wie vor gefahndet, sagte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit, Franciska Obermeyer, am Mittwoch. Wie er genau aus dem Maßregelvollzug entkommen konnte, werde weiter untersucht.

Der Mann, der an Wahnvorstellungen leiden soll, war am Dienstag kurz vor Beginn seines Strafprozesses aus einer Einrichtung für psychisch kranke Straftäter geflüchtet. Er hatte sich vermutlich mit Nachschlüsseln den Weg nach draußen gebahnt. Der Mann ist angeklagt, weil er in einem illegalen Lager in großen Mengen Sprengstoff gehortet sowie Mitarbeiter eines Gerichts sowie Bezirksamtes Gewalt angedroht haben soll.

Nach Angaben der Verteidigung lebt der Mann "in einer anderen Rechtsrealität". Er gehöre zu einer Gruppierung, die die Bundesrepublik und deren Gesetze nicht anerkennt.

Der Verschwundene vermeidet laut Senatsverwaltung eher Konflikte und Gewalt. Möglicherweise könnte er sich aber wehren, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt.

Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Straftäter untergebracht. Es können Verurteilte oder Verdächtige sein, die auf ihren Prozess warten. Berlin hat dafür rund 520 Plätze in fünf besonders gesicherten Teilanstalten an zwei Standorten.

Laut Gesundheitsverwaltung ist es in diesem Jahr die erste Flucht aus dem Maßregelvollzug. Zuletzt entkam im November 2012 ein 23-Jähriger während eines Arztbesuches aus einer Rettungsstelle. Er hatte seine Bewacher abgehängt und war in einen bereitstehenden Fluchtwagen gestiegen.

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"Reichsbürger" sollte Prozess wegen Sprengstoff gemacht werden

Ein psychisch kranker Mann ist am Dienstag aus einem Berliner Gefängnis geflohen. Der Mann sollte sich vor Gericht verantworten, weil er illegal Sprengstoff gelagert hat. Der Mann gehört vermutlich zu den sogenannten "Reichsbürgern". Das ist eine rechtsradikale Gruppe, die die deutsche Rechtsordnung nicht anerkannt und sich noch im deutschen Reich wähnt.

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