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Kritik an Schweinezucht im Spreewald

Tierschützer erstatten Anzeige gegen Schweineproduktionsanlage Kritik an Schweinezucht im Spreewald

Die Organisation Animal Rights Watch wirft der Firma Bolart bei Vetschau massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor. In der Anlage im Ortsteil Tornitz werden über 50.000 Schweine gehalten. Sie haben laut Animal Rights Watch zu wenig Platz in ihren Käfigen und bekommen nicht ausreichend Wasser.

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Auf engstem Raum leben die Schweine in der Anlage bei Vetschau.

Quelle: Animal Right Watch

Vetschau. Die Tierrechtsorganisation "Animal Rights Watch" erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bolart Schweineproduktionsanlagen GmbH aus Vetschau (Oberspreewald-Lausitz). Die Firma hält in ihren Anlagen rund 52.000 Schweine und 10.000 Ferkel.

Animal Rights Watch bemängelt die systematisch zu kleinen Kastenstände sowie eine mangelnde Wasserversorgung der Tiere.

Tierschützer verlangen Stilllegung des Betriebs
Die Industrieanlage im idyllischen Spreewald ist eine der verbliebenen riesigen Schweinehaltungen aus DDR-Zeiten. Animal Rights Watch hat aufgrund der veröffentlichten Zustände Anzeige gegen die beiden Geschäftsführer Marc Bolder und Eric Arts erstattet. Diese haben eine Vergrößerung ihrer Anlage um weitere 15.000 Plätze beantragt, über die das brandenburgische Landesumweltamt in Kürze entscheiden soll.

"Körperenge Käfige"
„Statt ihre Anlage den seit vielen Jahren geltenden gesetzlichen Vorschriften anzupassen, haben sie ungerührt ihre Sauen weiter in körperengen Käfigen gehalten und wollen jetzt sogar noch erweitern“, sagt Sandra Franz, Pressesprecherin von Animal Rights Watch. „Wir haben deswegen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet und verlangen von den Behörden eine sofortige Stilllegung, zumindest aber eine Teilstilllegung des Betriebs.“

Ein Schwein in der Tornitzer Anlage.

Quelle: Animal Rights Watch

„Nicht einmal die Größten der Branche mit ihren offensichtlich problematischen veralteten DDR-Haltungen werden so kontrolliert, dass sie sich wenigstens an die geringen Tierschutzgesetze halten“, sagt Sandra Franz. „Das zeigt für uns deutlich, dass der Fehler im System liegt. Wenn Tiere als Wirtschaftsgut, als Ware betrachtet werden, spielen ihre eigenen Interessen keine Rolle mehr. Massenhaftes Leid ist die logische Folge.“

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Rund 80.000 Schweine in Mastanlage geplant

Die Interessen sind klar: Die einen freuen sich auf gute Steuereinnahmen von dem Betreiber einer Schweinemast, viele andere fürchten dagegen den Gestank und die größte "Dreckschleuder" im Land Brandenburg. Der Antrag auf Vergrößerung der Zuchtanlage liegt jetzt dem Landesumweltamt vor.

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