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Anschlag auf Sporthalle nahe Flüchtlingsheim?

Berlin: Untersuchungen laufen Anschlag auf Sporthalle nahe Flüchtlingsheim?

Zwischen brennender Sporthalle und Flüchtlingsunterkunft liegen gerade 200 Meter. Dass die Frage nach einem Brandanschlag in Berlin Reinickendorf aufkommt, ist kaum verwunderlich. Die Polizei sucht weiter nach der Brandursache und hat nun Proben aus dem Bauschutt entnommen. Doch noch stehen die Ergebnisse aus.

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Die Sporthalle ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Sie liegt knapp 200 Meter neben einer Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: dpa

Berlin. Zwei Tage nach einem Feuer in einer Turnhalle nahe einem Flüchtlingsheim in Berlin Reinickendorf untersucht die Berliner Polizei weiter die Brandursache. Dabei geht es besonders um die Frage, ob es sich um Brandstiftung handelte. Zwei Proben aus dem Brandschutt der niedergebrannten Halle in Berlin-Reinickendorf sollten am heutigen Freitag in einem Labor untersucht werden, um herauszufinden, ob sie Rückstände von Benzin, Brennspiritus oder ähnlichen Anzündern enthalten.

Die Ergebnisse sollten frühestens am Freitagabend vorliegen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Polizei schließt derzeit weder einen technischen Defekt noch vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung aus.

Suchhund hat nicht eindeutig angeschlagen

Die beiden Proben wurden von einer Stelle entnommen, für die sich am Donnerstag ein Suchhund der Polizei besonders interessierte. Der speziell ausgebildete Hund hatte aber keine eindeutigen Signale gegeben.

Ob die Brandermittler der Polizei am Freitag das Gelände der Turnhalle betreten können, war noch nicht sicher. Erst müssten Teile des Bauschutts weggeräumt werden, weil es durch das Feuer eine hohe Schadstoffbelastung gegeben habe, sagte die Sprecherin. Die Polizei ermittele aber trotzdem weiter und befrage etwa Anwohner und mögliche Zeugen.

Mann verhaftet und wieder entlassen

Ein Mann, der sich in der Nähe des Brandortes aufgehalten hatte und den die Polizei seit Mittwoch befragt hatte, steht nicht unter Verdacht. Er wurde am Donnerstagabend aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Das Feuer in der Turnhalle auf dem Gelände der einstigen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik an der Oranienburger Straße war am Mittwochnachmittag ausgebrochen. Die Halle brannte vollständig aus. Verletzt wurde niemand. Die Halle wurde bisher von Sportvereinen und Flüchtlingskindern genutzt und sollte saniert werden. Nicht weit von ihr entfernt wohnen rund 900 Flüchtlinge in vier Häusern. Eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Halle war nicht geplant.

Von MAZonline und dpa

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