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Anschlag in Jüterbog: SPD spricht von Terror

Explosion in Flüchtlingstreff Anschlag in Jüterbog: SPD spricht von Terror

Wer den Anschlag auf den Jüterboger Flüchtlingstreff verübt hat, ist noch unklar. Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness spricht von Terror. Er kritisiert außerdem die Alternative für Deutschland um Alexander Gauland. Auch sie trage eine Mitschuld an dem Anschlag.

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Zerstörtes Inventar im Flüchtlingstreff Jüterbog.

Quelle: Foto: Hartmut F. Reck

Jüterbog. Der Anschlag auf eine Anlaufstelle für Flüchtlinge in Jüterbog (Teltow-Fläming) zeigt nach Einschätzung von SPD-Fraktionschef Klaus Ness eine Eskalation rechtsextremer Gewalt in Brandenburg. „Das ist Terror, der dort stattgefunden hat“, sagte Ness am Dienstag im Landtag. „Das war das Ziel dieser Aktion, die Menschen, die sich dort für Flüchtlinge engagieren in Jüterbog, einzuschüchtern und in Angst und Schrecken zu versetzen.“ Am vergangenen Freitag hatten Unbekannte nach einer fremdenfeindlichen Demonstration in der kirchlichen Einrichtung Pyrotechnik gezündet und schwere Verwüstungen angerichtet.

SPD-Fraktionschef Klaus Ness

SPD-Fraktionschef Klaus Ness.

Quelle: dpa-Zentralbild

SPD übt scharfe Kritik an der AfD

Zu dieser schlimmen Entwicklung trage die AfD im Landtag um Fraktionschef Alexander Gauland bei, sagte Ness. Wenn Gauland sich im Landtag hinstelle und die freiwilligen Helfer als „nützliche Idioten“ bezeichne, fänden sich im Land schnell welche, die glaubten, „das exekutieren zu müssen“.

Linke-Fraktion spendet für Wiederaufbau

Auch Linken-Fraktionschef Ralf Christoffers zeigte sich betroffen: „Das macht deutlich, wie tief die Hemmschwelle gesunken ist, Fremdenfeindlichkeit zu zeigen und das auch mit Anschlägen, die anderer Leben gefährden.“ Die Fraktion der Linken werde den Wiederaufbau des Jugendclubs finanziell unterstützen und 4250 Euro spenden. Die Summe entspricht dem Anteil der Diätenerhöhung der 17 Fraktionsmitglieder, die zum 1. Januar in Kraft tritt. Das Geld werde unverzüglich gespendet. „Wir lassen uns von dieser menschenfeindlichen Tat nicht einschüchtern, sondern werden weiter mit vielen anderen daran arbeiten, dass die Integration von Flüchtlingen gut gelingt“, betonte Christoffers.

Die Ermittler tappen bei der Tätersuche weiter im Dunkeln. Eine konkrete Spur vom Montag hatte sich zerschlagen. Auch die Spurensuche am Tatort habe zunächst keine weiteren Hinweise ergeben.

Von MAZonline

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