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Brandenburg App aus Brandenburg lässt Tänze klingen
Brandenburg App aus Brandenburg lässt Tänze klingen
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08:08 09.03.2016
Immer in Bewegung, die Tüftler von Nagual Sounds: Julian Allescher , Annabel Padley , Mark Moebius und Sébastien Roger.
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Potsdam

In der Regel wird erst getanzt, wenn Musik ertönt. Die Start-up-Firma Nagual Sounds aus der Uckermark kehrt dieses Prinzip um. Sie entwickelte eine Software, die Rhythmus und Klänge allein durch Bewegungen entstehen lässt. Daraus werden Songs. Schiefe Töne gibt es nicht. Dafür sorgt die fein ausgeklügelte Technologie mit einer Auswahl an interaktiven Musikstücken.

Bisher präsentierte die Firma ihre Erfindung vor handverlesenem Publikum, bei Firmenevents oder im Museum. Für das Tanzspiel Nagual Dance wird ein Computer und eine 3-D-Kinect-Kamera benötigt. Dafür gewann die Firma 2013 den Designpreis Berlin-Brandenburg. Jetzt bringt Nagual Sounds die entsprechende App für das Smartphone auf den Markt, die Bewegungen mit der Hand in Echtzeit in Musik umwandelt.

Die Digital-Messe

Die Messe „South by Southwest“ (SXSW) in Austin/Texas (USA) hat sich zu einem der wichtigsten Treffpunkte im Bereich Internet und Vernetzung entwickelt.

Sie war 1987 als reine Musikmesse gegründet worden und für viele Bands ein Sprungbrett zum internationalen Durchbruch.

30 000 Teilnehmer zählte allein die Teilmesse Interactive im vergangenen Jahr. Die SXSW ist in die Bereiche Film, Musik und Interactive unterteilt.

Die Messe gilt auch als Mekka für deutsche Start-ups. Sie können sich im sogenannten German Haus (Deutsches Haus) und am Deutschen Gemeinschaftsstand auf dem Messegelände präsentieren. Die Stände werden vom Bundeswirtschaftsministerium unterstützt. In Pitches, Keynotes, Panels und Networking-Events werden Innovationen und Unternehmen in den Mittelpunkt gerückt und mit internationalen Experten und Investoren diskutiert.

US-Präsident Barack Obama und First Lady Michelle Obama haben sich zur Eröffnung angesagt.

Nagual Sounds stellt die App erstmals auf der Kreativ- und Digitalmesse in der texanischen Hauptstadt Austin vom 11. bis 15. März vor. Dort präsentieren sich jedes Jahr hoffnungsvolle Start-ups und knüpfen Kontakte. Die Firma aus dem uckermärkischen Boitzenburg vertritt das Land Brandenburg – allerdings nur inoffiziell. Das Land hatte auf eine eigene Teilnahme in Texas verzichtet. Nagual Sounds wurde vom IT-Branchenfachverband für Softwarequalität ASQF eingeladen, das fünf Start-ups aus Brandenburg und Berlin die Gelegenheit gibt, dabei zu sein. Initiator ist der Potsdamer Firmengeschäftsführer Stephan Goericke, der sich während der Messe jeweils zum Frühstück per Internet-TV mit einer eigenen Sendung melden will. Goericke hat auch einen Brandenburg-Abend auf der Messe organisiert. Offiziell dabei sind Berlin, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Die App ermöglicht es, sechs verschiedene Instrumente ertönen zu lassen, dazu drei Rhythmusin­

Die Software-Schmiede will schnell den Massenmarkt erobern, benötigt aber Kapitalgeber. Das Projekt soll nicht auf Tanz- oder Fitnessfans beschränkt bleiben, sondern für medizinische Zwecke weiterentwickelt werden. Denkbar ist der Einsatz bei Therapien beispielsweise für Schlaganfall- oder Parkinson-Patienten.

Die zündende Idee hatte Mark Moebius, der in Frankfurt/Main klassische Komposition studiert und schon Opern geschrieben hat, vor 17 Jahren. Da besuchte er einen Freund in einem Schlaflabor und stand vor riesigen leuchtenden Bildschirmen, auf denen Hirnströme-Kurven blinkten. Nur wie lassen sich solche Daten in Musik verwandeln? Darauf hat er inzwischen eine Antwort. Offen ist nur noch, wie die Träume der Menschen klingen und wie daraus Musik entstehen kann.

Von Igor Göldner

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