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Brandenburg Arbeitsbeginn im Landtag in Potsdam
Brandenburg Arbeitsbeginn im Landtag in Potsdam
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11:29 16.01.2014
Matthias Platzeck (rechts) und Dietmar Woidke (hinten) zusammen mit Manfred Stolpe (links) Quelle: dpa-Archiv, Juli 2013
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Potsdam

Zu den ersten Fraktionssitzungen im neuen Potsdamer Landtagsgebäude sind am Dienstag bekannte Vertreter aus Politik und Religion gekommen. Brandenburgs ehemaliger Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) würdigte den neuen Landtag im wiederaufgebauten Stadtschloss als Ort der Demokratie. "Das ist das Beste, was uns hier in Sachen Demokratie am Standort Potsdam passieren konnte", sagte er. Stolpe besuchte die erste Sitzung der SPD-Fraktion in dem neuen Gebäude im Zentrum der Landeshauptstadt.

Noch ist sie eine Baustelle, wie Architekt Peter Kulka betont. Doch Brandenburgs Parlamentarier nutzten bereits die Gelegenheit, sich ihre neue Arbeitsstätte in Potsdam anzusehen. Ein Rundgang durch den als Stadtschloss verkleidete Parlament.

Den Saal der Fraktion fand der 77-Jährige "wunderbar". Er hoffe, dass der Raum nach der kommenden Landtagswahl im September sich noch mehr fülle. Dazu müsste die SPD allerdings mehr Mandate erringen. "Platz ist genug", befand Stolpe, der von 1990 bis 2002 Ministerpräsident des Landes war. Auch sein Nachfolger im Amt, Matthias Platzeck, sowie dessen amtierender Nachfolger Dietmar Woidke waren bei der Sitzung anwesend. Zu Beginn gab es Sekt und Blumensträuße für Geburtstagskinder der letzten Zeit.
Zu dem Neubau, der im Innern vor allem in Weiß gehalten ist, befand Stolpe: "Mir fehlen noch genügend rote Adler." Um die Farbe des Wappentieres im neuen Plenarsaal - derzeit ist er ebenfalls weiß - hatte es Debatten gegeben.

Das Stadtschloss am Alten Markt

Mit der interaktiven Webcam den neuen Landtag immer im Blick

Kämpferischer Ex-Ministerpräsident
Angesichts seiner Krebserkrankung zeigte sich der frühere Landesvater aufgeräumt. "Man weiß nie, was kommt, aber zur Zeit bin ich fröhlich."Stolpe blickt trotz fortschreitender Krebserkrankung optimistisch in die Zukunft: „Sie sehen ja, ich lebe, und ich lebe nicht schlecht“, betonte Stolpe: „Im Augenblick ist keine Behandlung nötig.“ Er sei aber unter medizinischer Kontrolle. Er engagiere sich weiter ehrenamtlich und sei in verschiedenen Gremien wie dem brandenburgischen Landesdenkmalrat tätig, sagte der 77-jährige Ehrenvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Dazu gehöre neben dem Engagement gegen Rechtsextremismus auch, sich „um richtige Erinnerung zu bemühen“ und das Wissen über die Geschichte wach zu halten. „Ich bin auch ein Zeitzeuge“, betonte Stolpe.

Der Ministerpräsident a.D. Manfred Stolpe (SPD) am 7. Januar kurz vor Beginn der ersten Fraktionssitzung seiner Partei in einem Raum des neuen Landtages in Potsdam. Quelle: Ralf Hirschberger

Der erste Regierungschef des Bundeslandes Brandenburg und frühere Kirchenjurist rief zugleich dazu auf, die deutschen Beziehungen zu Polen, Russland und Weißrussland zu verbessern. Deutschland müsse sich insbesondere vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte bemühen, mehr Vertrauen zwischen den Ländern zu schaffen, sagte Stolpe. Auch dies sei Teil seines ehrenamtlichen Engagements.

Potsdam, 20.11.2013 - Im "Kreml" geht das Licht aus: Der alte Brandenburger Landtag auf dem Brauhausberg in Potsdam hat ausgedient, die Abgeordneten ziehen ins Stadtschloss. Ein letzter Rundgang durch die alten Gemäuer.

Geistlicher Beistand für die CDU
Auch die Fraktionen von CDU, Linkspartei, FDP und Bündnis 90/Die Grünen kamen zu ihren ersten Sitzungen zusammen. Die CDU holte sich geistlichen Beistand. Kirchenvertreter weihten den neuen Sitzungsraum. Zusammen mit Pröpstin Friederike von Kirchbach und Generalvikar Prälat Tobias Przytarski wurde gebetet und das Lied "Lobe den Herren" gesungen. Ein roter Adler - wie ihn die Fraktion auch für den Plenarsaal gefordert hatte - soll allerdings erst in der kommenden Woche im Sitzungsraum angebracht werden.

Linken-Fraktionschef Christian Görke freute sich über die im Vergleich zum alten Landtagsgebäude nach seinen Worten "deutlich besseren Arbeitsbedingungen". Er schlug vor, die Fraktionsräume künftig nach bekannten Persönlichkeiten zu benennen. FDP-Fraktionschef Andreas Büttner sprach von einem "Riesenfortschritt" dank des Umzugs. Am 21. Januar wird das neue Gebäude offiziell eröffnet. Dazu wird Bundestagspräsident Norbert Lammert erwartet.

Mitte Januar für Besucher geöffnet
Der Landtag im neu errichteten preußischen Stadtschloss wird am 18. und 19. Januar mit einem Besucherwochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Bürgerfest beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Nikolaikirche, zu dem auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und der katholische Erzbischof Rainer Maria Woelki erwartet werden.

Gunter Fritsch, Landtagspräsident in Brandenburg, hat am 10. Oktober 2013 die Schlüssel für den Nachbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Potsdamer Stadtschlosses erhalten. Das Parlament soll im Januar erstmals in dem neuen Gebäude tagen. Die Ruine des historischen Barockschlosses war in der DDR abgerissen worden.

Offiziell wird der Landtag am 21. Januar mit einer Feierstunde eröffnet. Die Festrede hält Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU).

dpa

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