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Brandenburg Arbeitsmarkt wird offener für Menschen mit Behinderung
Brandenburg Arbeitsmarkt wird offener für Menschen mit Behinderung
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17:58 21.02.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
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Potsdam

Menschen mit einer Behinderung finden in Brandenburg immer häufiger einen Arbeitsplatz. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Im Land haben Menschen mit Behinderung sehr gute Chancen, einen Job zu finden“, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Soziales und Versorgung (LASV). Die Anzahl der gewährten begleitenden Hilfen sei gestiegen, Kündigungsanträge für Menschen mit Behinderung rückläufig.

Anzahl der schwerbehinderten arbeitenden Menschen leicht gestiegen

Wie Zahlen der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit belegen, ist die Zahl der schwerbehinderten Menschen, die in Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt sind, in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. 2015 waren es fast 24.600. „Bei der Erhebung und Auswertung der Beschäftigtenstatistik wird das Merkmal „Schwerbehinderung“ aber nicht verpflichtend erhoben“, sagte Agentursprecher Matthias Loke. Es sei bei der Anmeldung zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gegenüber der Rentenversicherung kein Pflichtmerkmal.

„Es gibt einige Leuchttürme für gelungene Integration behinderter Menschen in den ersten Arbeitsmarkt“, sagte die Geschäftsführerin des Allgemeinen Landesbehindertenverbands (ABB), Nicole Stäbler. Allerdings sei die Zahl bereitwilliger Arbeitgeber noch zu gering. Insbesondere bei der begleiteten Ausbildung junger Menschen mit Behinderung bestehe noch Nachholbedarf. Das Angebot der Berufsbildungswerke sei in dieser Hinsicht zu eingeschränkt. „Die jungen Menschen sollen sich ausprobieren können“, forderte Nicole Stäbler.

Landesförderprogramm als Stütze

Wichtig sei auch, dass sich die Menschen auf ihre Stärken konzentrieren könnten und eben nur diese entsprechenden Tätigkeiten ausüben müssten. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz werden sich aber der ABB-Geschäftsführerin zufolge „neue Türen“ öffnen. Insbesondere ein Budget für Arbeit könne es ermöglichen, dass Menschen mit Behinderung in eine feste Anstellung übernommen werden.

Die Sprecherin des Landesamts für Soziales, Petra Schmoger, verwies auf das Förderprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit im Betrieb“ des Landes und die Umsetzung des Bundesprogramms „Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb“. „Die Fördermöglichkeiten werden mit gutem Erfolg für Unternehmen und schwerbehinderte Menschen in Anspruch genommen“, sagte Schmoger. So sei beispielsweise in der Stadtverwaltung Cottbus ein Mitarbeiter aus dem Programm ab Januar 2018 fest eingestellt worden. Neben öffentlicher Verwaltung nutzen auch Unternehmen aus Industrie und Handwerk die Möglichkeiten des Landesförderprogramms.

Von MAZonline/dpa

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