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Brandenburg 200 Jobs fallen weg: Solarproduktion in Frankfurt (Oder) wird eingestellt
Brandenburg 200 Jobs fallen weg: Solarproduktion in Frankfurt (Oder) wird eingestellt
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17:01 11.01.2019
2013 übernahm die chinesische Chint-Gruppe die insolvente Solarfabrik. Quelle: Patrick Pleul
Frankfurt (Oder)

Die Solarproduktion in Frankfurt (Oder) steht endgültig vor dem Aus. Die Geschäftsführung der Firma Astronergy kündigte am Freitag einen radikalen Umbau der Frankfurter Niederlassung an. Die Produktion von Solarmodulen wird eingestellt. Stattdessen soll sich der deutsche Standort auf Marketing, Vertrieb, Kundenbetreuung und Zollabfertigung konzentrieren. 200 der 230 Arbeitsplätze sollen dadurch wegfallen.

Die Geschäftsführung wolle zügig Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufnehmen, hieß es. „Die Neuausrichtung bedeutet einen schwerwiegenden Schnitt für unser Unternehmen und unsere Beschäftigten. Doch die Marktsituation lässt unserer Meinung nach keine Fortführung der Produktion am Standort mehr zu“, teilte Paul Xinhua Ji, Geschäftsführer der Astronergy Solarmodule mit. Der Umbau zum Vertriebs- und Servicezentrum sei jedoch ein Bekenntnis zum Standort. „Wir glauben an den deutschen und europäischen Markt für Photovoltaik – und an den Standort Frankfurt (Oder).“ Europa bleibe für Astronergy ein „Kernmarkt“, hieß es.

2013 übernahmen die Chinesen den Standort

Die Solarproduktion in Frankfurt (Oder) hat eine wechselvolle Geschichte. 2007 hatte das Unternehmen Conergy mit der Produktion von Solarmodulen in der Oderstadt begonnen und zu Spitzenzeiten mehr als 700 Menschen beschäftigt. 2013 ging das Unternehmen pleite. Überraschend trat daraufhin die chinesische Chint-Gruppe auf den Plan und übernahm das Werk unter dem Namen Astronergy.

Seit Ende 2017 sei die Auftragslage immer schlechter geworden, teilte das Unternehmen mit. Als Grund nannte Astronergy den massiven Preiskampf auf dem Solarmodulmarkt, der durch den Wegfall der Mindestimportpreise ausgelöst worden sei.

Von Torsten Gellner

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