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AfD-Politiker bei Demo von Rechtsextremen

Rechtsextremismus AfD-Politiker bei Demo von Rechtsextremen

700 fremdenfeindliche Demonstranten in Lübbenau, 460 in Cottbus und Hunderte weitere im Rest des Landes: Überall in Brandenburg mobilisieren rechte Kräfte zu fremdenfeindlichen Kundgebungen. In Lübbenau marschierte der AfD-Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz in der ersten Reihe hinter einem Transparent mit völkischer Botschaft.

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Andreas Kalbitz sitzt für die AfD im Landtag – und lief am Wochenende auf einer fremdenfeindlichen Demonstration in der ersten Reihe.

Quelle: dpa

Potsdam. Mehr als 1000 Menschen sind um das Feiertagswochenende an verschiedenen Orten in Brandenburg bei asylfeindlichen Protesten auf die Straßen gegangen. Allein in der 16.000-Einwohner-Stadt Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz) folgten am Nachmittag des Reformationstags laut Polizei 700 Demonstranten dem Aufruf des Vereins „Zukunft Heimat“, „gegen das Versagen des Staates und gegen die Auflösung unseres Volkes Widerstand zu leisten“.

Afd-Politiker tragen Spruchband und laufen in der ersten Reihe

Spruchbänder zeigten etwa das Konterfei von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Schriftzug „Wir schaffen das – Volk ab?“. Das Fronttransparent mit dem Slogan „Wenn eine Regierung ihr Volk austauscht, muss das Volk seine Regierung austauschen“ trugen AfD-Funktionäre, darunter der brandenburgische Landtagsabgeordnete Andreas Kalbitz, dem eine große Nähe zur rechtsextremen Szene vorgehalten wird. An der Versammlung in Lübbenau nahmen auch Mitglieder der NPD und von deren Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten teil.

460 Fremdenfeinde in Cottbus, 200 in Senftenberg

Wie schon in den Vorwochen demonstrierten am Freitagabend im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf erneut Hunderte gegen die Aufnahme von Asylsuchenden. Die Polizei zählte 460 Teilnehmer, die Beobachtern zufolge überwiegend der rechtsextremen Szene zuzurechnen waren. Zeitgleich protestierten im 40 Kilometer entfernten Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) gut 200 Menschen. Veranstalter war der inoffizielle Pegida-Ableger „Brandenburger für Meinungsfreiheit und Mitbestimmung“ (Bramm).

In Cottbus blieb es im Gegensatz zu vorangegangenen Demonstrationen weitgehend ruhig. Der Aufzug stand unter dem Motto „Das Boot ist voll – Asylbetrüger abschieben“. Redner der Veranstaltung waren drei NPD-Funktionäre. Die Polizei nahm zwei Demonstranten fest, die „Heil Hitler“ gerufen hatten. Nach asylfeindlichen Protesten war es in Cottbus in den Vorwochen zu Übergriffen gegen Teilnehmer eines Willkommensfestes sowie gegen Flüchtlinge und Studierende gekommen.

In den kommenden Tagen soll es weitere Demos geben

Eine NPD-Kundgebung in Brandenburg an der Havel am Samstagnachmittag fand dagegen keinen großen Zuspruch. Weitere asylfeindliche Demonstrationen gab es am Wochenende in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) und in Frankfurt (Oder). Für die kommenden Tage sind weitere Kundgebungen angemeldet, darunter eine AfD-Demo unter dem Motto „Asylchaos stoppen“ mit Landeschef Alexander Gauland am Mittwoch in Cottbus. Demonstriert wird am gleichen Tag auch in Oranienburg, tags darauf in Velten (Oberhavel) sowie am 7. November in Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin).

Berichtigung: In einer früheren Version des Artikels haben wir berichtet, der AfD-Politiker Jens-Birger Lange habe an der Demonstration in Lübbenau teilgenommen und das Fronttransparent getragen. Dies ist unzutreffend; es lag eine Verwechslung vor. Herr Lange hat an der Demonstration nicht teilgenommen und daher auch kein Transparent getragen. Die Redaktion

Von Bastian Pauly

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