Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Attacke in U-Bahn-Station: Täter schweigt

Kritik an norddeutschen Ermittlungsbehörden Attacke in U-Bahn-Station: Täter schweigt

Nach dem unfassbaren Verbrechen in einer Berliner U-Bahn-Station schweigt der mutmaßliche Täter. Er hatte am Dienstag eine Frau vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Die 20-Jährige überlebte die Attacke nicht. Berlins Innensenator hat unterdessen norddeutsche Ermittlungsbehörden kritisiert.

Voriger Artikel
Eine große Koalition wirbt für mehr Lehrer und Polizisten
Nächster Artikel
Schweinelaster kippt um, A 24 gesperrt


Quelle: dpa

Berlin. Nach dem tödlichen Angriff auf eine 20-Jährige im Berliner U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz schweigt der mutmaßliche Täter gegenüber den Ermittlern. Das sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Martin Steltner am Donnerstag. Der psychisch kranke Mann war am Mittwochabend in einen Klinik eingewiesen worden. Laut Steltner war der 28-Jährige wegen Sachbeschädigung in Hamburg bereits in psychiatrischer Betreuung. Der 28-Jährige habe auch mit Drogen zu tun gehabt. Ob er bei dem Angriff am Dienstagabend welche genommen hatte, werde noch geprüft. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der mutmaßliche Täter zuvor in mehreren norddeutschen Bundesländern auffällig gewesen.

Täter soll vor der Attacke Anlauf genommen haben

Der 28-Jährige hatte die ihm unbekannte 20-jährige Frau vor einen Zug gestoßen. Der überrollte und tötete sie. Der Mann soll sogar Anlauf genommen haben, um die Frau auf die Gleise zu schubsen.

Zeugen hielten den Täter fest, bis er festgenommen werden konnte. Zu dem Zeitpunkt befand sich der in Hamburg geborene und aufgewachsene Mann erst etwa zwei Stunden in Berlin. Der 28-Jährige habe vergeblich versucht, in einer Obdachlosenunterkunft unterzukommen. Warum er auf dem U-Bahnhof war, ist noch unklar. Er soll bereits früher in Hamburg wegen eines Gewaltdeliktes aufgefallen sein.

Kritik an Ermittlungsbehörden

Innensenator Frank Henkel (CDU) hat die Justizbehörden in Norddeutschland kritisiert. „Es muss die Frage gestellt werden, warum dieser Mann mit seiner Vorgeschichte nicht frühzeitiger gestoppt wurde“, sagte Henkel. „In meinem Amt ist man immer wieder mit unfassbaren Gewalttaten konfrontiert. Aber dieses Verbrechen sticht in seinem Wahnsinn noch einmal heraus.“

Der mutmaßliche Täter habe unter Betreuung gestanden, so die Ermittler. Ob eine psychische Erkrankung Ursache dafür ist, blieb offen. Auch Details zu bisherigen Delikten wurden nicht genannt.

Von MAZonlin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Brandenburg

Zunehmende Gewalt gegen Polizisten: Sollte es höhere Strafen geben?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg