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Auf der Suche nach dem digitalen und sicheren Staat

Fachkongress in Berlin Auf der Suche nach dem digitalen und sicheren Staat

Was die Hannover-Messe für die Industrie und die Cebit für die IT-Branche ist, das ist die Fachmesse „Effizienter Staat“ für Deutschlands Behördenwelt. Zum 20. Jubiläum bekommt der Kongress einen neuen Namen: digitaler Staat. Bis zur papierlosen Behörde ist es aber noch ein weiter Weg, auch wenn sich Verwaltungen zunehmen neuen Technologien öffnen.

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Tastenklick statt Papierflut: Bis zur papierlosen Behörde ist es noch ein weiter Weg, aber die Verwaltungen stellen sich langsam um.

Quelle: Fotolia

Berlin. Was die Hannover-Messe für die Industrie und die Cebit für die IT-Branche ist, das ist die Fachmesse „Effizienter Staat“ für Deutschlands Behördenwelt. Hier treffen Bürgermeister, Kämmerer, Rechenzentrumsleiter und Dienstleistungsunternehmen aufeinander, um über die Zukunft der Verwaltung in Zeiten des digitalen Wandels zu diskutieren. Vom 9. bis 10. Mai findet die Konferenz zum 20. Mal statt, und zum Jubiläum unter dem neuen Namen „Digitaler Staat“. Mehrere Hundert Teilnehmer aus ganz Deutschland werden erwartet.

Der neue Name zeigt, wohin die Reise im Behördenalltag geht: „Die Digitalisierung ist die über allem stehende Querschnittsaufgabe für den Staat und seine Verwaltung. Mit der Umbenennung wollen wir die Bedeutung dieses Wandels noch stärker in den Fokus stellen“, erklärt R. Uwe Proll, Chefredakteur des „Behördenspiegels“, der den Kongress veranstaltet. Zugleich macht er deutlich, dass die öffentliche Verwaltung – was die papierlose Behördenkommunikation angeht – noch Nachholbedarf hat.

Austausch von Erfolgsrezepten

Der Berliner Kongress dient dem Austausch von Erfolgsrezepten, auch über Landesgrenzen hinaus. So will etwa die norditalienische Stadt Padua Mülltonnen mit Sensoren ausstatten, die den Füllstand messen, um die Routen der städtischen Müllabfuhr zu optimieren. In Österreich wird der digitale Staat vorangetrieben, indem es Rabatt auf Verwaltungsgebühren gibt, wenn diese online beantragt und bezahlt werden.

Eine immer stärkere Rolle spielt dabei die sichere Kommunikation. Im Behördenalltag werden inzwischen auch Messenger-Anwendungen genutzt. Allerdings wirft das sicherheits- und datenschutzrechtliche Fragen auf. Hier setzt das Unternehmen Heinekingmedia an, an dem auch die Madsack Medien­gruppe beteiligt ist. Das Start-up hat den Messenger Stashcat entwickelt, der äußerlich anderen Programmen ähnelt, und das Chatten und Versenden von Dateien erlaubt. Das Programm setzt aber auf eine neue Sicherheitsarchitektur: Die Daten laufen nicht über einen fremden Server, sondern verschlüsselt über das eigene Unternehmens- oder Behördenrechenzentrum.

Sicherheit hat Priorität

„Die Weitergabe von Daten an unbeteiligte Dritte kann verheerende Auswirkungen haben“, erklärt Geschäftsführer Andras Noack im Vorfeld des Kongresses. Deswegen würden sich Verwaltungen zunehmend neuen Kommunikationsmöglichkeiten öffnen. „Neben der Modernisierung von Verwaltungsabläufen stehen vor allem auch der Datenschutz und die Datensicherheit für Behörden an erster Stelle. Man denke nur an jüngste Pressemitteilungen, in denen bekannt gegeben wurde, dass sensible Daten der Polizei über mehrere Wochen von Dritten mitgelesen wurden.“

Von MAZOnline

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