Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Aufräumarbeiten in Brandenburg dauern an
Brandenburg Aufräumarbeiten in Brandenburg dauern an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:31 06.10.2017
Viele Straßen sind auch am Freitagmorgen noch nicht frei. Quelle: Julian Stähle
Anzeige
Potsdam

Am Tag eins nach „Xavier“ gehen in Brandenburg die Aufräumarbeiten weiter. Nach Informationen der Polizei ist das Einsatzaufkommen seit dem späten Abend zwar spürbar zurückgegangen. Dennoch sind noch lange nicht alle Straßen wieder frei. „Die Situation auf den Straßen in Brandenburg ist weiterhin schwierig“, teilte ein Beamter der Leitstelle der Brandenburger Polizei mit. Vor allem viele kleinere Straßen sind auch am Morgen noch durch Bäume oder Äste versperrt. Größere Straße seien aber meist schon wieder frei gewesen. Autofahrer werden gebeten, besonders vorsichtig zu fahren.

Im ganzen Land entwurzelte Bäume, hunderte zerstörte Autos, viele beschädigte Straßen und Wege: Sturmtief „Xavier“ hat am 5. Oktober auch in Brandenburg gewütet. Wir zeigen die Bilder der Verwüstung.

Fast 5000 Notrufe innerhalb von sechs Stunden

In welchem Ausnahmezustand sich das Land am Donnerstag befand, zeigt die Bilanz der Polizei: Allein zwischen 14 und 20 Uhr gingen im Einsatz- und Lagezentrum der Polizei des Landes Brandenburg rund 4750 Notrufe ein, wie ein Sprecher am Freitagmorgen mitteilte. An einem „normalen“ Tag sind es sonst durchschnittlich 1000 Notrufe in 24 Stunden.

Die Polizei hatte ab 14 Uhr mit rund 750 witterungsbedingten Einsätzen zu kämpfen. Durch umgestürzte Bäume und Unfälle während des Durchzuges des Sturmtiefs „Xavier“ ereigneten sich 22 Verkehrsunfälle mit Personenschaden und über 100 Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Vier Menschen kamen dabei ums Leben und 24 wurden verletzt.

„Xavier“ schlug ein wie eine Bombe

Auch Feuerwehren sprachen am Donnerstag von einer „Katastophe“, die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz. Ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg berichtet, dass in der Leitstelle rund sechs Stunden lang alle zehn Leitungen ununterbrochen belegt waren. Normalerweise würde sich ein angekündigtes Unwetter langsam entwickeln, das Sturmtief „Xavier“ aber schlug ein wie eine Bombe. „Innerhalb von fünf Minuten war die Leitstelle dicht“, sagte der Sprecher. Insgesamt gab es in seinem Gebiet, das die Stadt Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming umfasst, rund 1500 Einsätze, allein in der Stadt Brandenburg waren rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Von MAZonline

Brandenburg Chaos in Berlin und Brandenburg - Bahnverkehr läuft langsam wieder an

Der Sturm „Xavier“ dauerte nur wenige Stunden, die Auswirkungen werden aber noch den ganzen Freitag zu spüren sein. Besonders in den Bahnhöfen wimmelte es von gestrandeten Menschen. Beim S-Bahnverkehr gibt es noch Probleme, die Regionalbahn ist massiv eingeschränkt. Wir geben einen Überblick.

06.10.2017

Sturm „Xavier“ hat in Brandenburg und Berlin eine Spur der Verwüstung hinterlassen – und fünf Todesopfer in der Region gefordert. In Berlin, Potsdam und weiteren Regionen war der Verkehr eingestellt. Die Schäden in Brandenburg sind enorm.

06.10.2017

Robin Alexander hat ein gründlich recherchiertes Sachbuch über die Grenzöffnung 2015 geschrieben. „Die Getriebenen – Über Macht und Ohnmacht der Politik“ stand lange in den Bestsellerlisten. Das Brandenburgische Literaturbüro versammelte den Autor und drei Journalisten zu einer Diskussion in die Neuen Kammern in Potsdam.

05.10.2017
Anzeige