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Augen zu und durch in der Spenden-Affäre

Kommentar zu Geldern von umstrittener Stiftung Augen zu und durch in der Spenden-Affäre

Großzügig, aber umstritten: Max Klaar hat mit seiner Stiftung Preußisches Kulturerbe Millionen in verschiedene Projekte gesteckt. Nach zweifelhaften Äußerungen der evangelischen Kirchenchefs in Brandenburg, Schuld am Zweiten Weltkrieg sei nicht nur Deutschland, ist der Aufschrei ist groß. Gelder sollen zurück. MAZ-Redakteur Ulrich Wangemann sieht das anders.

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MAZ-Redakteur Ulrich Wangemann.

Quelle: Gartenschläger

Potsdam. So langsam wird es peinlich für all jene, die sich hektisch vom erzkonservativen, nichts desto trotz aber hoch spendablen Mäzen Max Klaar distanziert haben. Die Liste der mit dem „Pfui-bah!“-Geld des Traditions-Preußen „kontaminierten“ Sanierungsprojekte umfasst rund 40 Objekte im ganzen Land. Würden die alle ihre Hunderttausende, ja Milliönchen zurückgeben, könnte manche Dorfkirche gleich ganz zugesperrt werden. Besonders gekniffen ist natürlich die evangelische Kirche, die all das Geld gern genommen hat, weil es sonst nur selten Manna regnet im Diesseits.

Angesichts der sinkenden Zahl von Kirchenmitgliedern ist auch künftig nicht mit einer Gelschwemme seitens der Gemeindeglieder zu rechnen. Ein Grußwort weniger hätte im Nachhinein  sicher auch Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs gern gehalten, der die 125 000-Euro-Spende Klaars für die Neptungruppe als Beitrag zur Rekonstruktion der barocken  Potsdamer Innenstadt begrüßte – im Beisein des vermögenden Oberstleutnant a.D.

Was jetzt zu tun bleibt?  Augen zu und durch! Und: Preußens dunkle Seiten,  schön herausarbeiten  bei allen Rückbesinnungsprojekten. Katholiken hätten es einfacher, sie könnten beichten: „Herr vergib – ich habe genascht von der verbotenen Frucht!“

Von Ulrich Wangemann

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Mehr Spenden als angenommen von umstrittener Stiftung
Max Klaar, Vorstand der Stiftung Preußisches Kulturerbe.

Geld stinkt nicht: Max Klaar leitet die umstrittene Stiftung Preußisches Kulturerbe. Allein in diesem Jahr flossen drei Millionen aus seiner Kasse – mehr als angenommen. Klaar weist indes jeglichen Radikalismus zurück. Außerdem habe die Privatperson nichts mit der Stiftung zu tun. Doch wer sich bei ihm nicht bedankt, der bekommt von der Stiftung auch nichts mehr.

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