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„Augenblicke 2015“ – ganz großes Kino

Fotowettbewerb der MAZ „Augenblicke 2015“ – ganz großes Kino

Die Siegerehrung beim 25. MAZ-Fotowettbewerb ging diesmal im filmreifen Ambiente über die Bühne. Die Kür der Preisträger fand am Sonnabend in einem riesigen Saal in den UCI-Kinos in den Bahnhofspassagen statt.

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Sandra Seifert aus Neu Fahrland wurde von MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven in der Kategorie „Aus der Bewegung“ ausgezeichnet.

Potsdam. Die Siegerehrung beim MAZ-Fotowettbewerb „Augenblicke 2015“ war diesmal ganz großes Kino. Immerhin fand die Kür der Preisträger am Sonnabend in einem riesigen Saal in den UCI-Kinos in den Bahnhofspassagen statt. Aber es galt ja auch ein besonderes Ereignis zu feiern: Zum 25. Mal fand der Wettbewerb diesmal statt – ein Vierteljahrhundert!

Also hieß es „(Leinwand-)Vorhang auf!“ für die Meister des Kameraobjektivs. Zuvor hatte MAZ-Chefredakteur Thoralf Cleven die Ehrung gleich stilecht begonnen: Mit seinem Handy schoss er schnell ein Selfie von der Bühne aus auf die voll besetzten Kinoreihen mit den 300 Gästen. Schade, dass er keine „Goldene Kamera“ zur Hand hatte – schließlich waren schon allein die Teilnehmerzahlen des Wettbewerbs diesmal preisverdächtig (siehe Kasten).

Ob es denn bei der Foto-Kür „Bestechungsversuche“ bei Jurymitgliedern gegeben habe, wollte Cleven dann scherzhaft von seinem Co-Conférencier, MAZ-Redakteur Peter Degener, wissen: „zum Beispiel mit Cappuccino?“

Aber nein, die Jury war natürlich absolut unbestechlich – genauso unbestechlich wie der Blick der ausgezeichneten Fotografen. Von witzig (ein im Höchsttempo dahinhoppelnder Basset-Hund mit heruntergeklappten Augenlidern) über spektakulär („Sanierung KdF Bad Prora/Rügen“) bis meditativ („Erzgebirge in den frühen Morgenstunden“) war alles dabei. Diesmal standen sogar zwei Potsdamerinnen auf den insgesamt acht „Siegertreppchen“. Dorit Fuhrmann aus dem Kirchsteigfeld und Sandra Seifert aus Neu Fahrland hatten ganz gegensätzliche Motive eingereicht: Fuhrmann setzte sich in der Kategorie „Ausprobiert und neu gesehen – Rätselhaftes und Experimentelles“ mit dem Foto „Am Seddiner See“ durch. Es zeigt die fast surreal anmutende, poetische Ansicht eines Ruderbootes auf dem Wasser, das an die Stillleben Alter Meister erinnert.

Seifert wiederum war es gelungen, in der Kategorie „Aus der Bewegung“ einen actiongeladenen Moment einzufangen. Auf ihrem Bild sind zwei Wasserballer des OSC Potsdam und des SVV Plauen miteinander im Zweikampf. Ein Hingucker wird das Foto durch die unglaubliche Dynamik: zwei gegeneinander ringende muskulöse Arme – einerseits im Clinch, andererseits wie in einer unsichtbaren Choreographie in absoluter Bewegungssymmetrie.

Wie ihr solche ungewöhnlichen Perspektiven bei den Spielen gelingen, enthüllte Seifert dann nach der Siegerehrung: „Ich darf am Beckenrand unmittelbar vor den Mannschaften sitzen, mit den Beinen im Wasser.“ So ein Logenplatz ist eine absolute Ausnahme. Auch Sandra Seifert hat ihn sich erarbeiten müssen. Die studierte Chemikerin ist die Mutter eines hoffnungsvollen, 14-jährigen Wasserball-Talents und seit Jahren bei den Bundesliga-Heimspielen des OSC mit dabei. Immer in Griffweite: ihre Kamera. Die mit extrem kurzer Belichtung aufgenommene Zweikampfszene hat mittlerweile übrigens dank Facebook weltweit Fans.

Dorit Fuhrmann hatte ihren Preis beim MAZ-Wettbewerb ebenfalls dem Wasser zu verdanken. „Ich laufe sehr gerne am Seddiner See“, erzählte sie am Sonnabend. Dabei hat sie als liebsten Begleiter oft die Kamera dabei, wobei ihr Apparat, wie sie lächelnd einräumte, nicht mehr ganz taufrisch ist: „Bei den Foto-Workshops haben alle immer ganz tolle Modelle, aber mir genügt meines.“

Mit dem Erfolg scheint’s ja auch so super zu klappen. „Durch das Fotografieren kann ich mich auf andere Art und Weise ausdrücken“, erzählte die Mitarbeiterin einer Bundesbehörde. Ihr Boot-Konterfei – aufgenommen mit Langzeitbelichtung nebst Filter – erntete jedenfalls am Sonnabend bei der Siegerehrung jede Menge Komplimente.

Umgekehrt war Dorit Fuhrmann, die mit ihrer schicken leuchtendroten Jacke aus der Menge herausstach, begeistert von der neuen Form der Siegerehrung im UCI. „Die Veranstaltung war wirklich sehr schön – die MAZ ist einfach ein Stück meiner Heimat“, schwärmte sie beim anschließenden Empfang im Bar-Bereich des Kinos.

Von Ildiko Röd

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