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Brandenburg Ausbaggern, sperren und abdichten
Brandenburg Ausbaggern, sperren und abdichten
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16:47 22.02.2013
POTSDAM

So sei vorgesehen, besonders betroffene Fließe im Spreewald auszubaggern. Eine weitere wichtige Maßnahme sei die Neutralisierung des hoch belasteten Großen Schlabendorfer Sees in der Lausitz durch Einleitung von Kalk. Die sogenannte Verockerung der Spree geht auf ein Eisenhydroxid-Sulfat-Gemisch zurück, das durch den Anstieg des Grundwassers in den Tagebauen der Lausitz verstärkt in die Spreeund die Lausitzer Seenlandschaft gelangt.

Umweltverbände warnen schon seit Jahren vor den massiven Problemen für die Umwelt und den Tourismus im Spreewald. LMBV-Leiter Mahmut Kuyumcu bestätigte, dass seine Behörde schon seit einigen Jahren von dem Phänomen der Verockerung wisse. Aber erst seit kurzem würden nachhaltige Erkenntnisse über die Intensität vorliegen.

Die Maßnahmen werden in diesem und im kommenden Jahr insgesamt neun Millionen Euro kosten, wie die zuständige Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mitteilte. Nach ihren Angaben sollen zudem Grubenwasserreinigungsanlagen ehemaliger DDR-Tagebaue wieder in Betrieb genommen werden.

Mit dem benachbarten Bundesland Sachsen soll eine Vereinbarung getroffen werden, um künftig gemeinsam gegen die Verockerung vorzugehen. Wann die Spree wieder sauber sein werde, konnte Platzeck nicht sagen. Er sei vorsichtig optimistisch, dass es schon in diesem Jahr durch dieersten Rettungsaktionen zu einer spürbaren Entlastung komme. Aber wie schnell das Bündel an Maßnahmen wie Sperren, Abdichtungen, Ausbaggerungen sowie biochemische und biologische Verfahren wirke, sei nicht vorherzusagen.

Die Brandenburger Grünen kritisierten den angekündigten Rettungsplan als inkonsequent. Platzeck könne nicht einerseits der Spreeverockerung begegnen wollen und sich andererseits für neue Tagebaue in der Lausitz stark machen, sagte der Cottbusser Grünen-Politiker Wolfgang Renner.

Grünen-Landeschef Benjamin Raschke erklärte, dass nur eine Maßnahmedauerhaft gegen das Problem der braunen Spree helfe: „Raus aus der Braunkohle.“ Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christophers (Linke) kündigte an, dass es künftig bei der Bewertung der Umweltauswirkungen von Tagebauen neue Maßstäbe und Kriterien geben werde. (dapd)

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