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Brandenburg „Aufgeben gibt’s für ihn nicht“
Brandenburg „Aufgeben gibt’s für ihn nicht“
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08:19 05.01.2016
Frank-Walter Steinmeier wird am heutigen Dienstag 60 Jahre alt. Quelle: dpa
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Potsdam

Frank-Walter Steinmeier wird 60! Dazu möchte ich ihm von Herzen gratulieren und weiß, dass unzählige Menschen Gleiches tun, zumindest virtuell.

Auch für das nächste Jahrzehnt wünsche ich ihm die Weitsicht und Übersicht, die Klugheit und Abgewogenheit, die Menschlichkeit und die Sensibilität für die Möglichkeiten und Grenzen unseres gesellschaftlichen Miteinanders in Deutschland und der Welt, für die viele Menschen, mich eingeschlossen, ihn so schätzen und verehren.

Gratulant und Jubilar: Matthias Platzeck (links) und Frank-Walter Steinmeier 2009 bei einer SPD-Veranstaltung in Potsdam. Quelle: Detlev Scheerbarth

Er hat viele Ämter bekleidet und exzellent ausgefüllt

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Ostwestfale viele politische Ämter und Funktionen bekleidet und exzellent ausgefüllt. Das gilt für den Chef der niedersächsischen Staatskanzlei genau wie für den Chef des Bundeskanzleramtes und den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion.

Aber seine wahre Bestimmung, die Aufgabe, die zu ihm passt wie bis dato keine zweite, ist das Amt des deutschen Außenministers.

Von 2005 bis 2009 und nun wieder seit 2013 hat Frank Steinmeier der deutschen Außenpolitik Gesicht und Stimme, Gewicht und Wirkung verliehen.

Steinmeier ist der richtige Mann am richtigen Fleck

Für jeden war spürbar, dass hier ein Mann mit hohem Verantwortungsgefühl ins Amt gekommen war – ob irgendwo Menschen durch Naturkatastrophen in Not waren oder deutsche Staatsbürger durch Krisen in Gefahr gerieten, Frank Steinmeier und sein Außenamt organisiert effizient Hilfe und Unterstützung.

Er übt dieses Amt in einer Zeit aus, in der man von einer Rückkehr der Außenpolitik ins Zentrum der Aufmerksamkeit und Notwendigkeit weltweit sprechen kann.

In den letzten Jahren geht es auf unserem Globus wieder zunehmend um Existenzielles, um die Abwehr von Terrorgefahren, um die Verhinderung des Zerfalls ganzer Staaten, kurzum: um die Sicherung des Friedens. Auch bei uns in Europa. Ich bin froh, dass wir in dieser Situation mit Außenminister Steinmeier den richtigen Mann am richtigen Fleck haben.

Er genießt hohes Ansehen – weltweit

Ob Irankrise oder Nahostkonflikt, ob Ukrainekrieg oder die Libyenfrage, ob in Afrika oder China, in der Uno oder der OSZE, ob Flüchtlingsströme nach oder der Zusammenhalt von Europa – um keinen Konflikt, kein Problem dieser Welt macht er einen Bogen.

Wo man auch hinkommt, überall spürt man über Partei- und Staatsgrenzen hinweg das hohe Ansehen, das er weltweit genießt. Er gilt als immer bestens vorbereitet und bis in die Details im Bilde, als geduldiger Zuhörer und Zusammenführer streitender Parteien.

Biografie Frank-Walter Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier wird am 5. Januar 1956 in Detmold, Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen, geboren.

Bereits als Schüler tritt er der SPD bei. Seit 1975 ist er SPD-Mitglied.

Steinmeier hat lange an der Seite von Gerhard Schröder gearbeitet, zunächst in dessen Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident. Zunächst war er Leiter des persönlichen Büros von Schröder.

Später wechselte Steinmeier dann mit Schröder nach Berlin. Während Schröders Kanzlerschaft war Steinmeier Chef des Bundeskanzleramts.

Von November 2005 bis 2009 ist Steinmeier in der Großen Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel Außenminister. Weil die SPD nach der Wahl 2009 (Steinmeier kandidierte als Kanzlerkandidat) nicht an der Regierung beteiligt ist, verlässt Steinmeier die Regierung.

In der seit 2013 regierenden Großen Koalition ist Steinmeier wieder Außenminister.

Seinen Wahlkreis hat er in Brandenburg an der Havel.

Wie wenige andere weiß er um die Zusammenhänge der vielen Problemkreise und sieht ihre Auswirkungen für unser aller Zukunft, er erkennt die Gefahren, aber auch die Lösungsmöglichkeiten. Der liebe Gott hat ihn glücklicherweise mit schier unendlicher Geduld ausgestattet. Dies gepaart mit seinen oben schon genannten Eigenschaften und seiner Grundhaltung: „Aufgeben gibt’s nicht“ macht ihn für unser Land und die Außenpolitik so wertvoll.

Er vertritt Brandenburger Interessen mit Hingabe

Als Brandenburger Sozialdemokrat bin ich natürlich auch glücklich, dass wir ihn als Bundestagsabgeordneten für unser Bundesland begeistern und gewinnen konnten. Seit vielen Jahren vertritt er nun schon Brandenburger Interessen im deutschen Parlament, direkt gewählt und mit Hingabe.

Er kümmert sich ums Ehrenamt und hat sich dafür stark gemacht, dass in Kirchmöser ein Bahnkompetenzzentrum entstehen konnte. Im Kulturverein der Stadt Brandenburg ist er aktives Mitglied und lockt so manchen berühmten Zeitgenossen zum Talk in die Havelstadt. Und dort stand er auch Pate beim ambitionierten Aufbau des einzigen Waldmopszentrums weltweit – Loriot hätte über einen so humorvollen deutschen Außenminister sicher geschmunzelt …

Lieber Frank-Walter Steinmeier, Dein Land braucht Dich!

Wir haben über die Zeit gemerkt, dass Ostwestfalen und Ostdeutsche auch mental gut zusammenpassen. Er fühlt sich bei uns inzwischen zu Hause, und es macht immer wieder Freude, wenn die Abendnachrichten ihn soeben noch auf einer Konferenz in London zeigen, er aber längst in Rathenow konzentriert und zugewandt mit Parteifreunden und Gästen diskutiert.

Lieber Frank-Walter Steinmeier, alles Gute für das neue Lebensjahrzehnt – bleib gesund und immer frohgemut, Dein Land braucht Dich!

Von Matthias Platzeck

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