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Autobombe in Berlin: Polizei sucht nach Zeugen

Mann stirbt bei Mordanschlag Autobombe in Berlin: Polizei sucht nach Zeugen

Die Bombe hatte jemand an die Unterseite des Auto platziert. Als der Mann am Dienstagmorgen während des Berufsverkehrs durch Berlin-Charlottenburg fuhr, explodierte der Sprengsatz und tötete den Mann. Die Suche nach den Hintermännern läuft auf Hochtouren. Nun hoffen die Ermittler auf Zeugen, die etwas beobachtet haben könnten.

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Ein Bombenentschärfer der Polizei kontrolliert den zerstörten Pkw.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach dem Mordanschlag mit einem Sprengsatz auf einen früheren Drogenhändler in Berlin bittet die Polizei die Bevölkerung um Unterstützung. Vor allem werden Zeugen gesucht, die möglicherweise in der Nacht vor der Explosion beobachteten, wie der Sprengsatz unter das Auto geheftet wurde, in dem der 43-jährige umkam.

Der Mann hatte sich in der Nacht in einem Café in der Nähe der Beusselstraße in Moabit aufgehalten. Sein silberner VW-Passat stand auf dem Bürgersteig vor der Beusselstraße 52, bis er am Morgen zurück nach Charlottenburg fuhr. „Auf dem Weg nach Hause, kurz bevor er seine Wohnung in der Bismarckstraße erreichte, zündete dann der Sprengsatz an seinem Fahrzeug“, so die Polizei.

Explosion war exakt dosiert

Außerdem werden Zeugen gesucht, die in der Bismarckstraße kurz vor oder nach dem Anschlag, der sich gegen 7.50 Uhr ereignete, „verdächtige Wahrnehmungen“ machten. Möglicherweise wurde die Bombe von einem Beobachter in der Nähe durch ein Funksignal gezündet. Die Polizei erklärte weiter: „Hinweise auf den oder die Täter liegen bis jetzt nicht vor.“ Auch zu dem Sprengsatz gebe es noch keine genauen Informationen. Die Explosion war aber so dosiert, dass sie den Fahrer tötete, aber keine weiteren umfangreichen Zerstörungen bewirkte.

Opfer in Verbindung mit Kokainhandel

Zeitungsberichte über Spuren zur russischen Mafia bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ Der Hintergrund für die Ermordung des Mannes liegt laut Staatsanwaltschaft im Bereich des organisierten Kokainhandels. Möglicherweise war der Anschlag ein Racheakt. Die Zeitung “B.Z.“ berichtete , dass das Opfer 2008 in Polen mit 33 Kilogramm Kokain gefasst wurde und dort mehrere Jahre im Gefängnis saß. Das Rauschgift soll in Automotoren versteckt gewesen und mit dem Containerschiff aus Uruguay gekommen sein. Mehrere Mittäter sollen damals gefasst worden sein.

Von MAZonline

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