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Autodiebe stehen auf Frankfurt (Oder)

Im Osten verschwinden die meisten Wagen Autodiebe stehen auf Frankfurt (Oder)

Beim Autodiebstahl in Deutschland gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle: Fast alle Hochburgen liegen in den neuen Bundesländern. Spitzenreiter ist Frankfurt (Oder). 844 Wagen je 100.000 Zulassungen wurden dort im vergangenen Jahr gestohlen. Potsdam liegt auf Platz fünf der gefährlichsten Städte.

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In Frankfurt werden bundesweit die meisten Autos je Zulassungen geklaut.

Quelle: dpa

Potsdam. In Garmisch-Partenkirchen ist die Welt noch in Ordnung. Die Chance, in der bayerischen Kleinstadt Opfer von Autodieben zu werden, ist vergleichsweise gering. Der Statistikwert „Diebstähle je 100.000 Zulassungen“ weist sieben für das Jahr 2012 auf.

In einer ganz anderen Kriminalitätsliga spielt da erneut die Stadt Frankfurt (Oder): 844 Wagen wurden dort im vergangenen Jahr pro 100.000 Zulassungen entwendet, nicht einmal jede zehnte Tat wurde aufgeklärt. Damit ist die Oder-Stadt – gemessen an der Zahl der dort angemeldeten Kfz – erneut die bundesdeutsche Hauptstadt des Autodiebstahls. 2011 lag die Quote bei 781 Delikten je 100.000, 2010 waren es sogar 993. 37.328 Autos kamen den Deutschen im vergangenen Jahr unfreiwillig abhanden, das ergibt einen Versicherungsschaden in Höhe von 400 Millionen Euro, wie aus einer Studie des Versicherungsportals Geld.de hervorgeht. Die Konsequenz: Die Beiträge für Kfz-Versicherungen sollen Prognosen zufolge um zehn Prozent steigen.

Die Vergleichsstudie zeigt ein deutliches Ost-West-Gefälle beim Autodiebstahl: Fast alle Hochburgen liegen in den neuen Bundesländern. In der Grenzstadt Frankfurt (Oder) wurden 264 Autos gestohlen, in Potsdam 293 (413 pro 100.000 angemeldeter Wagen), in Cottbus waren es 183 (354 pro 100.000). In Berlin verschwanden 5760 Autos. Die Studie zeigt auch: Entgegen Vorurteilen stammen die Täter nicht hauptsächlich aus dem Ausland. Zwei Drittel der Tatverdächtigen sind Deutsche. Das übrige Drittel kommt vor allem aus Polen, der Türkei oder Litauen. Anders ist die Lage in Grenznähe. In Frankfurt haben 88 Prozent der Diebe einen ausländischen Pass.

Die Bekämpfung der Grenzkriminalität ist und bleibt Schwerpunkt polizeilicher Arbeit“, hatte Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) gerade bei einem Besuch in der Grenzregion betont. Drei Hundertschaften hat das Ministerium unbefristet abgestellt, um die Soko Grenze zu unterstützen. Ob das auf Dauer hilft, wird sich zeigen: Nachdem die Zahl der Autodiebstähle 2012 gesunken war, droht nun ein Rückschlag. Olaf Fischer, Chef der Polizeidirektion Ost, zeigte sich jedenfalls besorgt: Bis September seien bereits so viele Wagen in der Grenzregion gestohlen worden, wie im ganzen Jahr 2012.

Die Täter können wegen der Grenznähe oft rasch und unerkannt verschwinden. Die Aufklärungsquote ist daher niedrig, doch auch in der Mitte Deutschlands führen Ermittlungen oft ins Leere: In Wolfsburg wurden gerade mal 6,4 Prozent der Fälle geklärt. Wenig besser sieht es in Frankfurt (Oder) aus, wo die Quote bei 9,5 Prozent liegt. In Garmisch-Partenkirchen dagegen ist die Welt auch in dieser Hinsicht noch in Ordnung. Alle Diebstähle wurden dort aufgeklärt.

Von Torsten Gellner

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